[55963] in SAPr3-news
Re: Transportsystem einrichten
daemon@ATHENA.MIT.EDU (Gerhard Fricke)
Mon Nov 14 00:32:07 2005
To: sapr3-news@mit.edu
Date: Mon, 14 Nov 2005 06:32:01 +0100
From: Gerhard Fricke <gerhard.fricke@lsw.de>
Message-ID: <1131946320.96@user.newsoffice.de>
Raphaela Corall schrieb am 11.13.2005:
> senna2000 wrote:
>>
>> Eine kurze Frage noch: Ist bei der "Einfügung" eines Q-Systems außer
>> der Transportlandschaft noch weiteres zu beachten ?
> Ich geh mal davon aus, daß das Q-System per homogener Systemkopie
> aus PRD aufgebaut wird, im entsprechenden Leitfaden müßte das
> Wesentliche angegeben sein. Technisch betrachtet ist das keine
> große Sache, die Probleme fangen IMO erst hinterher an.
> Was konkret zu berücksichtigen ist, hängt davon ab, welche
> Komponenten genutzt werden. Habt Ihr z.B. das logische System
> gepflegt wegen IDoc, ALE oder sonst was in der Richtung, dann
> müssen für das neue System Einträge im Customizing her, die
> Umsetzung (BDLS) muß laufen, und die Pflege der Netzverbindungen
> muß sorgfältig überdacht werden. Überhaupt ist zu überlegen, ob
> Verbindungen des PRD "nach draußen" (Drucker, Mail, Fax,
> Netzwerk, für Upload/Download genutzte Filesysteme des
> Appl.Servers, Dokumentenmanagement, ALE/EDI, ...) im Q-System
> gefahrlos genutzt werden können bzw. welche besser abgeklemmt
> oder zu entsprechenden Testsystemen umgeleitet werden. Alle
> erforderlichen Anpassungen sollten erledigt sein, bevor der erste
> User Zugang zum System bekommt, also am besten mit SAP* vor
> Installation der Lizenz durchgeführt werden.
> Ein weiterer Punkt ist die Frage nach Berechtigungen und
> Änderbarkeit des Q-Systems. Entwickler und Customizer würden oft
> gerne im Q-System etwas ausprobieren, bevor sie im
> Entwicklungssystem arbeiten - und es gibt durchaus Stellen, wo
> ich das auch gerne tun würde, weil ich dort die Daten habe, die
> ich im E-System erst mühsam aufbauen muß. Das führt aber dann
> dazu, daß nicht mehr nachvollziehbar ist, ob etwas im Q-System
> funktioniert, weil die Transporte aus dem E-System das liefern,
> oder ob es nur funktioniert, weil zusätzliche Einstellungen im
> Q-System bereits gemacht wurden. Je eher es eine klare
> Entscheidung gibt, wie Ihr mit dem System umgehen wollt, umso
> besser.
> Gruß
> Raphaëla
Hallo,
Raphaela hat sehr viele Punkte angesprochen, die zu beachten sind.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es sehr viel Sinn macht, das
Q-System möglichst nahe am P-System zu halten, damit die Tests auch eine
vernünftige Aussagekraft haben.
Wir haben im E-System einen weiteren Mandanten aufgebaut, in dem die
Entwicklerund Berater erste Vortests machen können, um zu sehen, ob die
Einstellungen funktionieren werden bzw. könnten.
Hinsichtlich der Adressierung der logischen Systeme, die sich auf einem
Server befinden, erhält das zweite auf dem Server einzurichtende System
die Nummer 01, das standardmäßig das erste System die Nummer 00 erhält.
Auf diese Weise ist eine eindeutige Trennung durchgeführt.
Zu beachten ist auch, dass bei den RFC-Verbindungen aller drei Systeme
die entsprechenden Einträge gepflegt werden müssen.
Die Berechtigungen der User sollten ebenfalls nahe denen des
Produktivsystems sein, um sicherzustellen, dass die im Q-System
durchgeführten Tests auch für das P-System Gültigkeit haben.
Bei den Mandanteneinstellungen im Q-System sollten KEINE Transporte
erlaubt sein, damit es nicht zu Originaltransporten aus dem Q- ins
P-System kommen kann. Ein Transport sollte immer im E-System angelegt
werden, damit die Einstellungen wirklich in allen drei Systemen
vorhanden sind.
Bei Bedarf nach Erfahrungsaustausch, kannst du mich einfach anmailen.
Tschüß
Gerd