[55950] in SAPr3-news
Re: Transportsystem einrichten
daemon@ATHENA.MIT.EDU (Raphaela Corall)
Fri Nov 11 13:01:18 2005
To: sapr3-news@mit.edu
Date: Fri, 11 Nov 2005 17:58:34 GMT
From: "Raphaela Corall" <rc@llaroc.de>
Message-ID: <dl2pkq.3vuu3c1.1@alphA.llaroc.de>
senna2000 wrote:
>
> Bisher haben wir in unserer Firma eine 2-System-Landschaft (Test +
> Produktivsystem mit Linux / Sapdb, Release 4.70 Enterprise).
> Nun möchte ich ein 3. System aufbauen (Qualitätssystem).
>
> Dieses System soll ins Transportsystem zwischen Test - und
> Produktivsystem eingebunden werden.
> Frage 1: Wie realisiere ich dies am besten, einfach mittels STMS
> einen neuen Transportweg anlegen und den alten löschen ?
Ich würde im STMS die Konfiguration als Standardkonfiguration
3-Systemlandschaft neu aufbauen. Das hat bei uns letztlich immer
ganz gut geklappt, wenn wir Änderungen hatten (Umbenennung von
Konsolidierung bzw. Entwicklung im Rahmen des Releasewechsels von
4.0b auf 470). TMS-Konfiguration ist im Grunde auch nichts
Kritisches. /usr/sap/trans/buffer sichern, evtl. automatisch
laufende Importskripte aussetzen (muß ja eh geändert werden) und
den Kollegen das Freigeben und Erzeugen von Transporten verbieten
(oder die Berechtigung dazu wegnehmen), dann kannst Du solange
rumbasteln, bis alles passt.
> Frage 2: Was passiert mit den Aufträen, welche noch im Testsystem
> liegen und als Ziel das Produktivsystem angegeben wurde, kann ich
> diese "umhängen" oder müßen die vorher ins Produktivsystem
> eingespielt werden, so das eine leere Queue vorhanden ist.
Die freigegebenen, noch nicht importierten Aufträge stehen im
Puffer des Produktivsystems, daran ändert sich nichts, wenn Du
die TMS-Konfiguration änderst. Mit addtobuffer kannst Du diese
Transporte in den Puffer des neuen Konsolidierungssystems
einstellen und dann einzeln oder per import all dort einspielen.
Was das mit dem Puffer des Produktivsystems macht, weiß ich nicht
genau, könnte sein, daß die Aufträge dort gelöscht und dann an
den Puffer angehängt werden, sodaß die Reihenfolge dort dann
nicht mehr die der Freigabe sondern die des Imports im neuen
System ist.
In den noch nicht freigegebenen Aufträgen sollte durch die
Änderung der Konfiguration das Zielsystem automatisch geändert
werden. Je nachdem, wo der Domain Controller liegt, passiert das
erst bei der Verteilung der Konfiguration. Allerdings gibt es
Konstellationen, wo das nicht vollständig funktioniert. Du
solltest also alle Transporterzeuger dazu verdonnern, das zu
kontrollieren und ggf. das Zielsystem ihrer offenen Aufträge
anzupassen (kann der Auftragsinhaber in der SE10 ändern) oder die
Aufträge mit falschem Zielsystem zu löschen und neu anzulegen.
Alternativ könnte man alle Aufträge vor der
Konfigurationsänderung freigeben. Für das Auslesen des
Produktivsystempuffers und Erstellen eines
addtobuffer-/import-Skriptes für Konsolidierung hab ich Skripte,
die das mit Hilfe von awk erledigen, kann ich Dir bei Bedarf
schicken. Sowas braucht man eh regelmäßig, wenn das
Konsolidierungssystem aus dem Produktivsystem per Systemkopie neu
aufgebaut wird.
Gruß
Raphaëla
--
... OE und den 1000 zusatz-Tools. Das ist wie mit den Mädls. Wenn einem eine
gefällt, dann akzeptiert man auch deren Fehler, solange diese zu ertragen sind.
Und wenn ab und zu im Hintergrund ein zusätzliches Programm aufräumt, dann ist
das auch nicht schlimm. (Franz Hornung in news:2orc6b.iul.ln@www.hombrenet.de)