[60681] in SAPr3-news
Re: Tool zum Drucken aus SAP
daemon@ATHENA.MIT.EDU (Volker Wegert)
Thu Feb 28 15:11:31 2008
To: sapr3-news@mit.edu
Date: Thu, 28 Feb 2008 21:08:31 +0100
From: Volker Wegert <mail@volker-wegert.de>
Message-ID: <m2tzjsj134.fsf@gideon.home.volker-wegert.de>
Hallöle.
"Mathias Gloß" <mgloss@gmail.com> writes:
> On 28 Feb., 07:37, Ronan Habsch <tn...@gmx.de> wrote:
>> Ich bin in unserer Firma verantwortlich für das Druckermanagement.
>> Leider ist es so, dass keine einheitliche Druckerlinie bevorzugt wird.
>> Jeder kauft was er will.
Also formulieren wir den ersten Satzteil mal um. Der OP ist nicht
"verantwortlich für das Druckermanagement", sondern "das arme Schwein, das die
Bescherung ausbaden muß, wenn der Fachabteilungsleiter sich von einem
Verkäufer hat belatschern lassen und mal wieder irgendeine
Tonerpatronenhalterung mit Stromanschluss gekauft hat". Richtig? ;-)
>> Das funktioniert so lange, bis was aus SAP gedruckt werden muss.
...richtig. Das bedeutet nämlich soviel wie "wir fahren mit dem Auto jetzt
sehr oft vorwärts und rückwärts gegen die Laternen und beschweren uns dann
über Lackschäden."
> Meine Zeit als Basisadmin liegt zwar schon etwas zurück, aber hier
> mein "aktueller" Kenntnisstand. Im Prinzip hast du ein paar
> verschiedene Möglichkeiten, aus SAP zu drucken. Sie alle unterscheiden
> sich über die sogenannte Koppelart.
Wichtiger als die Koppelart ist eigentlich die Frage "Wer macht jetzt aus OTF
was, was der Drucker versteht?"
> a) Windows-Frontend-Druck. Es wird ein Drucker in SAP eingerichtet
> mit
> Koppelart F (alt) oder G (neu).
> Der Anwender kann dann unter seinen lokal unter Windows
> installierten
> Druckern auswählen.
> Nachteil: Geht nicht für Ausgaben der Hintergrundverarbeitung (da
> ist
> ja kein Frontend mehr da).
Nachteil: Nicht R/3-seitig steuer- oder vorbelegbar.
Nachteil: Funktioniert auf nicht-Windoof-Frontends nur begrenzt.
Nachteil: Grafik geht oder geht nicht, Barcode geht oder geht nicht, je nach
Zustand der GUI, lokal installierter Frontend-Module, Druckertreiber und
Mondphase.
Nachteil: Durch die Abhängigkeit vom Windoof-Druckertreiber kann es zu
unangenehmen Nebeneffekten kommen. Beispiel: Manche Nadeldrucker werden bei
dieser Verbindung geundsätzlich im Grafikmodus angesteuert, was sie irrsinnig
langsam und unglaublich laut macht. (jaja, ich weiß, Steinzeit und so, aber
schonmal versucht, Duchschlagsformulare auf einem Laserdrucker zu drucken?)
Nachteil: Es kann in der Regel nur der drucken, der am Rechner sitzt -
"Drucker-Sharing" geht, wird aber beliebig aufwendig.
> b) Druck vom SAP Server:
> Koppelart L: Lokaler drucker (lp/lpr) (wohl eher Unix)
> Koppelart U: "Druck via Berkeley-Protokoll" auf einen Drucker im
> Netz.
> Koppelart C: Direkter Betriebssystemaufruf (\\host\printer)
> Hier ist für jeden Drucker, der angesprochen werden soll, ein
> Eintrag
> in SAP zu pflegen.
> Der Gerätetyp in SAP ist passend zu wählen. Leider gibts nicht für
> alle Drucker Treiber in SAP, einige Druckerhersteller bieten sie
> aber
> auch zum Download an (z.B. bei uns für die Ricoh-Kopierer)
> Nachteil: Ein Eintrag pro Drucker
IMHO eher ein Vorteil: In R/3 zur Vorbelegung sinnvoll nutzbar.
> Vorteil: Auch in der Hintergrundverarbeitung benutzbar.
Vorteil: Auch für Drucker mit Netzwerkkarte oder Print-Server nutzbar.
Vorteil: Ansteuerung in PCL, PS oder $wasauchimmer --> in der Regel deutlich
geringere Datenmenge, die zum Drucker geschaufelt werden muss, wenn die
Alternative Grafikgerümpel ist.
Nachteil: Admin muss sich mit dem Thema auskennen. ;-)
Dicker Nachteil: Abhängigkeit davon, dass der SAP-"Druckertreiber" was
liefert, was der Drucker auch versteht. *seufz*
Deshalb sollte man generell einen oder zumindest einige wenige Druckertypen
verwenden, wenn's um R/3 geht, und zwar jeweils mit genau einem
Druckertreiber. Ohne jetzt Schleichwerbung betreiben zu wollen, hab ich mit
Kyos (bitte erst im vierstelligen Bereich ;-)) ganz gute Erfahrungen
gemacht.
> D.h. ein Drucker, der Postscript versteht, sollte - unabhängig vom
> Druckermodell - immer das gleiche ausgeben.
Welch ein schöner Traum...
> Bestimmte Drucker verstehen auch PDF, das habe ich aber noch nicht
> ausprobiert, aber vielleicht wäre das ein Ansatz für euch.
Welche denn? Würde mich jetzt mal ernsthaft interessieren, denn sowas habe ich
noch nicht unterhalb der Größe eines mittleren Büroschranks gesehen...
Schöne Grüße
Volker