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Re: Daten von Fremdapplikation nach SAP =?utf-8?Q?=C3=BCbernehmen?=

daemon@ATHENA.MIT.EDU (Volker Wegert)
Fri Nov 16 16:30:12 2007

To: sapr3-news@mit.edu
Date: Fri, 16 Nov 2007 22:28:34 +0100
From: Volker Wegert <mail@volker-wegert.de>
Message-ID: <878x4x283h.fsf@sinclair.home.volker-wegert.de>

Hallo.

Andreas Koch <nospam@kochandreas.com> writes:
>> Und genau dieses "nur" ist das Problem.
>> http://help.sap.com/erp2005_ehp_02/helpdata/de/96/8b3c6443ce11d189ee0000e81ddfac/frameset.htm
>> wäre ein guter Einstieg, um sich mal mit dem Komplexitätsgrad auf der
>> Gegenseite vertraut zu machen.
> Mein Programm hat natürlich nicht für alle möglichen Felder
> Entsprechungen. Mandanten sind z.B. vorhanden, Buchungskreise oder
> Partnergeschäftsbereiche aber nicht. Da ich auch nicht weiss welche
> Kathegorisierungen die Kunden verwenden (sind z.B. verschiedene Buchungskreise
> auch bei kleinen Unternehmen üblich) ...

"Üblich oder nicht" spielt keine Rolle - selbst wenn's nur einen BuKrs gibt,
muß das Feld bei der Anlieferung versorgt werden. Punkt.

> ...müsste hier entweder im Einlesescript ein fester Wert verwendet

Dann passt das "script" (das keines ist, aber egal) nur für diesen einen
Kunden sicher und für den nächsten potentiell nicht mehr - das war aber
explizit nicht gefordert.

> oder mein Programm erweitert werden.

Gute Idee eigentlich. Sehr viel mehr als "sapexport.ini" mit "BuKrs=0001"
braucht's da ja ggf. nicht.

>>> Ich weiss nun mal leider nicht welche Produkte eingesetzt werden.
>> "Ich weiß nicht, was der für ein Auto hat, aber ich soll für ihn einen
>> Anhänger löten" - keine gute Idee, oder?
> Nunja, Anhängerkupplungen sollten irgendwie genormt sein, oder ,-)

*nick* Da steht ein Golf mit Anhängerkupplung, dahinten ein
Traileranhänger. Beide genormt. Viel Spaß beim Zusammenhängen...

> Mein Programm ist "fast" Shelfware - Installation und Schulung dauern nur
> einen halben Tag. Insofern wäre eine längere Einarbeitung in deren
> (SAP-)Systemlandschaft etwas außerhalb des Rahmens, und ich hatte die
> (kleine...) Hoffnung daß es eine "out-of-the-box"-Lösung geben könnte.

Die gibt es auch (mehrere davon - darf man RFBIBL00 hier eigentlich noch in
den Mund nehmen, ohne ausgepeitscht zu werden?), nur eben nicht ohne
Kenntnisse beider Seiten. "Es gibt da was" reicht eben nicht, um das "was" zu
versorgen. Da müßtest Du beim nächsten Projekt halt mal investiv tätig werden
:-) 

> 1) Eine R/3-Installation hat normalerweise einen Systemverwalter, und für den
> sollte es kein Problem darstellen, eine Einlesemöglichkeit für Buchungssätze
> im CSV-Format einzurichten. (Mit oder ohne ABAP-Script, manuell oder
> periodisch automatisch)

ABAP-Programm. Nicht Script. Die Biester werden schon übersetzt.

Meistens weiß das nicht mal der Systemverwalter, aber der weiß wenigstens,
welchen Fachberater, Entwickler oder wen auch immer er dazuholen muß. 

> 2) Auch wenn mein Programm über BAPI direkt (generische) Daten an R/3
> senden könnte, müssten am R/3-System Einstellungen vorgenommen werden, die
> ähnlich viel Arbeit wie der CSV-Import darstellen

Meiner Einschätzung nach eher nicht. Vielleicht will der Kunde eine neue
Belegart, einen neuen Nummernkreis oder sowas einrichten, aber das wäre eher
eine organisatorische denn eine technische Notwendigkeit. Ein User mit
Passwort und Berechtigungen muß eingerichtet werden, aber das sei mal
geschenkt. Dafür müßte aber Dein Programm eine Reihe von
Einstellungsmöglichkeiten bekommen, weil Du Werte mitgeben können mußt, die
für Dich vollkommen irrelevant sind, sich aber im R/3 von Kunde zu Kunde
ändern können. Welche das sind, kann Dir allerdings vermutlich nur ein
FI-Berater nach Analyse des Szenarios mitteilen. Der sollte dann auch gleich
die Info liefern, welcher BAPI zu verwenden wäre.

> 3) Egal wie mein Programm arbeitet, es kann unmöglich "out-of-the-box"
> (e.g. beidseitig ohne kundenspezifische Konfiguration) direkt mit dem
> R/3-System des Kunden sinnvoll Daten austauschen.

Richtig. Im R/3-System kann man so viel einstellen (das Ding hat in der
Grundinstallation WIMRE etwa 33.000 DB-Tabellen, und die meisten davon
enthalten Steuerdaten), daß es praktisch keinen "Standard" gibt. Kurz hinter
"Sprache deutsch ist immer DE" hört's halt einfach auf. Ich bin mir nicht mal
sicher, ob die Währungsschlüssel wirklich normiert oder nur empfohlen sind
(was einfach daran liegt, daß das immer die Kollegen in den anderen
Stockwerken schon eingerichtet haben, wenn ich auf der Baustelle auftauche.)

Schöne Grüße
  Volker

-- 
* Volker Wegert * http://www.volker-wegert.de/contact *
* "Einige Leute halten Fußball für einen Kampf auf Leben und Tod. Ich mag
* diese Einstellung nicht. Ich versichere Ihnen, dass es weit ernster
* ist." (B.Shankly)  

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