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Re: SD: EDI auch mit =?ISO-8859-1?Q?Terminauftr=E4gen=3F?=

daemon@ATHENA.MIT.EDU (Manfred Albat)
Tue Apr 12 14:21:23 2005

To: sapr3-news@mit.edu
Date: Tue, 12 Apr 2005 20:21:43 +0200
From: Manfred Albat <alispost@nurfuerspam.de>
Message-ID: <3c2hsqF619nfqU1@individual.net>
Reply-To: m.albat@gmx.de

Am 11.04.2005 05:11:21
schreibt Martin_str@hotmail.com (SAPMartin):

> bei uns kam die Forderung auf, daß Kunden ihre Bestellungen bei uns
> über EDI platzieren sollen. 

Das klingt recht seltsam. Kunden kann man nichts vorschreiben, 
nur Lieferanten kann man zu etwas zwingen. Es sei denn, man
ist Monopolist.

Oder ist es vielmehr so, dass potente Kunden den Wunsch haben,
ihre Bestellungen per EDI abzusetzen und euer Vertrieb sich jetzt
die Karten legt, wie machen?

> Derzeit werden nur TAs "von Hand"
> angelegt. In der SAP-Doku wird EDI nur im Zusammenhang mit
> Lieferplänen erwähtn, daher die Frage: Geht EDI nur mit bestimmten
> Auftragsarten, bzw Vetriebsbelegtypen oder kann man jede Auftragsart
> ansteuern (für uns wären nur Terminaufträge relevant, Lieferpläne
> haben wir nicht im Einsatz). 

Um das einmal klarzustellen: SAP R/3 kann überhaupt kein EDI. (huch?)

Dafür ist ein EDI-Subsystem zuständig, dass eingehende EDI-Nachrichten
in ein passendes IDoc bzw. dass ausgehende IDoc in die gewünschte
EDI-Nachricht konvertiert.

Dieses EDI-Subsystem sollte von SAP zertifiziert sein... Erwerb und
Installation eines EDI-Subsystem ist nicht trivial und externe Beratung
idR unvermeidlich. Auch möge man sich auf eine Investition zumindest
im fortgeschrittenen 5stelligen Bereich gefasst machen, 6stellig geht 
auch relativ fix.

Grundsätzlich können auch R/3-System untereinander IDocs direkt
austauschen, wenn die Release-Stände ähnlich genug sind.

Lieferpläne: ist die Standardverarbeitung bei Nachrichtentypen "Lieferabruf"
oder DELFOR (delivery forecast). Automobilzulieferer nicken jetzt.... 

VA0x-relevante Belege können afaik nur über den Nachrichtentyp
ORDERS bedient werden. 

Untersuche hierfür einmal den Fuba IDOC_INPUT_ORDERS.

Welche Nachrichten auch immer eure Kunden schicken, das EDI-Subsystem
muss ein IDoc ORDERS liefern bzw. muss an der R/3-Eingangsschnittstelle
vorliegen. Dass eine EDI-Nachricht ORDERS am leichtesten in ein IDoc-ORDERS
konvertiert werden kann, liegt auf der Hand. Leider gibt es aber auch nicht 
"die" ORDERS-Nachricht, sondern -zig unterschiedliche Ausprägungen, die
wiederum in Myriaden von Subsets realisiert werden (können). Die Klärung,
welche Nachrichtenversion, welche Variante mit welchem Subset wie gefüllt
sein soll, ist entweder das Ergebnis *umfangreicher* Verabredungen zwischen
den EDI-Partnern oder der stärkere (Großkunde) diktiert einfach... EDI aus 
Sicht eines *Lieferanten* heißt idR: für jeden wichtigen Kunden müssen unter-
schiedliche Lösungen vorgehalten werden. (Das ist der Punkt, wo die Entscheider
betretene Gesichter machen, weil sie nun ahnen, das wird teuer....)

Auftragsart: muss im o. a. Fuba garantiert erst ermittelt werden. 
Hintergrund: EDI fällt nicht vom Himmel, die Produkte sind endlich, idR sind
Preise und Lieferkonditionenin einem Kontrakt oder Rahmenabkommen
vereinbart worden oder es existiert schon ein Angebot. Die ORDERS nimmt
inhaltlich Bezug auf Angebot oder Kontrakt, von daher ergibt sich dann die
Auftragsart.

U. U. könnte auch eine Modifkation bzw. eine Z_IDOC_INPUT_ODERS
notwendig werden...

-- 
MfG              
Manfred Albat            m.albat@gmx.de 
der computer rechnet, der mensch zaehlt!

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