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Cross Company Verkauf Spanien, Ausgleichssteuer "Recargo de Equivalencia"

daemon@ATHENA.MIT.EDU (Dirk Wilberg)
Tue Apr 12 07:24:26 2005

To: sapr3-news@mit.edu
Date: Tue, 12 Apr 2005 13:24:10 +0200
From: "Dirk Wilberg" <dwilberg@osborn.de>
Message-ID: <d3gel4$p8e$1@news.dtag.de>

Hallo! :-)

Ich stehe vor einem Problem, zu dem ich im Standard unseres R/3s ( 4.7 )
keine zufriedenstellende Lösung finden kann:

Wir haben eine Schwesterfirma mit eigenem Buchungskreis in Spanien. Ware,
die von unserem Deutschen Lager direkt an den Endkunde in Spanien geliefert
wird, wird über den Standardprozess "Buchungskreisübergreifender Verkauf"
(auch "Cross Company Sales") abgewickelt.  (Also: Auftrag wird in der
Verkaufsorganisation Spanien erfasst, Lieferung erfolgt vom Werk
Deutschland, Berechnung an Endkunde von Verkaufsorganisation Spanien,
Berechnung der Ware vom Lager Deutschland an Werk Spanien über interne
Verrechnungspreise und daraus resultierender "Internen Rechnung").

Soweit ist alles klar. Funktioniert bestens.

Problem: In Spanien gibt es eine Ausgleichssteuer mit dem Namen "Recargo de
Equivalencia", die nur bestimmte Endkunden zusätzlich zur normalen
Mehrwertsteuer zahlen müssen. Dafür gibt es im Standard des R/3 weder eine
Konditionsart, die in das Kalkulationsschema vom Vertriebsauftrag / Rechnung
eingebunden werden kann, noch ist mit den "Bordmitteln" eine Möglichkeit
verfügbar, die Steuerpflicht dafür je Kunde zu hinterlegen.

Es gibt einen bisher unveröffentlichten Hinweis (Nr. 93599, seit 1999 Status
"in Bearbeitung"), den mir ein sehr netter Berater zur Verfügung stellen
konnte. Damit bin ich schon etwas weiter gekommen: im wesentlichen wird
darin beschrieben, wie man eine Kopie der Kondition "MWST" als neue
Kondition für die Ausgleichssteuer anlegt und wie man die notwendigen
Voraussetzungen für die Kontenfindung zur Erstellung der Belege im
Rechnungswesen schafft.

Nach Einbau dieses Hinweises funktioniert diese Ausgleichssteuer prima, wenn
(!!) die Lieferung vom Werk Spanien direkt an den Endkunde geliefert wird.
Liefert jedoch das Werk in Deutschland, wird die Steuer wieder nicht
gefunden.

Sicher wäre es möglich, auch dafür das customizing anzupassen, jedoch mit
dem Nachteil, dass dann die Zusätzliche Steuerkondition auch für alle Kunden
unserer Verkaufsorganisation in Deutschland auftauchen würde... ist so!! Und
verwirrt sämtliche Mitarbeiter. Am Ende führt das auch zu Fehlern.

Wenn jemand ein ähnliches Problem hat und ggf. eine elegante Lösung dafür
kennt, wäre ich für jeden Tipp sehr dankbar.

Gruss,
Dirk Wilberg



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