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Re: SAP BASIS: Perspektiven

daemon@ATHENA.MIT.EDU (Rainer Huebenthal)
Fri Mar 18 13:29:22 2005

To: sapr3-news@mit.edu
Date: Fri, 18 Mar 2005 19:29:12 +0100
From: Rainer Huebenthal <usenet200412.20.finji@spamgourmet.com>
Message-ID: <1ahrmic13um9b.dlg@news.reisetraeume.com>
Reply-To: usenet-reply.20.finji@spamgourmet.com

Moin Manfred Albat, du schriebst:

>> Wenn man von SAP redet, kann man sowohl die Software als auch
>> die Firma meinen.
> 
> So, wie es oben steht, anscheinend beides... 

Je nach Kontext und man kann schoene Wortspiele damit machen.

> Schlechte Daten = inkompetene Berater.

Es gibt Daten aus Fremdquellen, an deren Qualitaet du nicht
schrauben kannst. Damit muss man leben. Wie zum Beispiel einen
Feed mit Lateinamerikanischen Währungskursen, die mal Escudos
und mal USD liefern, aber immer das Waehrungssymbol USD haben.

Da kannst du als Berater noch so gut sein, die Qualitaet
bleibt schlecht, da hilft nuescht.

> Die Systeme, die ich meine, sind sehr gut und werden von 
> professionellen Anbietern weiterentwickelt. Ansonsten gilt
> auch hier: schlechte Daten = inkompetene Berater.

Oder auch schlechte Ex-Berater. Historische Daten. Mies
gepflegt, schlecht dokumentiert, öfters Versionswechsel ohne
besonders Kennzeichen. Auch da kannst du noch so gut sein wie
du willst, du änderst nichts mehr dran. Ich möchte nicht
wissen, wieviele Daten bei Banken und versicherungen gehortet
werden, die kein Mensch mehr lesen kann weil die Pogramme, die
sie schrieben, schon längst so nicht mehr existieren und auch
die Daten selbst keinerlei Versionierung unterliegen. Ein
Grossteil der gespeicherten Daten (teilweise ueber 30 Jahre
alt) ist nur mehr sehr schwer interpretierbar.

> 
>>> - mapped die Datenstrukturen X-Belieben um
>> 
>> Was nicht immer möglich ist
> 
> Geht nicht, gibts nicht.

Doch, siehe oben. Man kann sich die Daten ansehen und
Heuristiken entwickeln, was man da vor sich hat. Viele Daten
sind schlicht fuer immer verloren. Das Wiedereinlesen waere
viele zu langwierig und zu teuer.

> Wenn ich lineare Strukturen in Baumstrukturen
> und umgekehrt umbrechen kann, geht alles.

Mir scheint, du hast noch nie mit alten Daten zu tun gehabt :)

> Es sind alte Systeme. Weil sie Schwächen haben, erziehen sie zu
> besonders hoher Qualität der Anwendungsentwicklung und der
> Testverfahren. Hier haben über Jahrzehnte 1000de Benutzer ihre 
> CICS-Anwendungen bedient und Storage-Violations konnten wir
> an einer Hand abzählen.

Ich bringe dir in weniger als 1 Sekunde jedes CICS System zum
Absturz. Allerdings ist IMS-DC noch anfaelliger. Nur weil es
nur wenige beherrschen und sich aktiv drin tummeln, scheint
diese Welt heil zu sein. Wuerden mehr Chaoten drin
programmieren, kaemen auch viele Bugs in den Systemen hoch.

> Wenn ich sehe, was in Klicki-Bunti-Welt
> heute für Bananen-Software auf den Markt kommt, kann ich mich  nur 
> wundern.

Mich wundert gar nichts mehr.

>> Schon, aber die Physik faengt an, Grenzen zu setzen.
> 
> Die nächsten Quantensprünge stehen schon an... 

Mit welchen Konsequenzen? Der letzte Sprung war der Übergang
von UV-Licht zu Roentgen bei der Belichtung der Masken mit der
Folge, das ein solcher Chip ohne massive Kuehlung nur
sekundenlanges Leben hat.

cu
  Rainer

-- 
http://www.reisetraeume.com

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