[53796] in SAPr3-news
Re: SAP BASIS: Perspektiven
daemon@ATHENA.MIT.EDU (Joachim Misselbeck)
Tue Mar 15 03:13:22 2005
To: sapr3-news@mit.edu
Date: Tue, 15 Mar 2005 09:11:30 +0100
From: Joachim Misselbeck <joachim.misselbeck@t-online.de>
Message-ID: <d165bh$1ek$01$1@news.t-online.com>
Rainer Huebenthal schrieb:
> Moin Joachim Misselbeck, du schriebst:
>
>
>>>>Alle grossen Konzerne geben die RZ's an OUT-Sourcer ab (Kostendruck).
>>>
>>>Nein. Sie haben längst outgesourced. Schon vor Jahren.
>>
>> ^
>>Ich hatte geschrieben, dass die Konzerne JETZT OUT-SOURCEN ( Bitte
>>richtig lesen)
>
>
> Ja. Und? Darf man, weil du etwas anderes schriebst, keine
> eigene Meinung haben? Outsourcing ist keine Modeerscheinung,
> das laeuft bereits seit Jahrzehnten so. Schliesslich ist jeder
> Externe eine Art Outsourcing. Man gibt Arbeit ab, die man
> nicht von eigenen Mitarbeitern geleistet haben
> kann/will/moechte.
Darf man.
Man sollte aber lesen können.
FUP2
>
> Die jetzige Wirtschaftslage zwingt viele, erneut ueber
> Kosteneinsparungen nachzudenken und da kommt eben auch
> verstärkt outsourcing wieder ins Gerede. Und man macht
> dieselben Fehler wie damals schon. Einige andere nicht.
>
> Externe haben es jetzt deutlich schwerer. Das hat viele
> Gruende. Wenn man das mal losgelöst von SAP betrachtet, gab es
> drei riesige Brocken zu bewaeltigen:
> - Y2K
> - Euro
> - Internationale Wertpapierkennummer
>
> Der letzte Punkt ist zwar eher unbekannt, birgt aber aehnliche
> Problematiken und Schwierigkeiten wie Y2K. Alle drei waren von
> aussen vorgegeben und auch die Termine waren unverrueckbar.
> Dadurch hat man erheblich Personal gebraucht, was einerseits
> durch Externe, andererseits durch das aufschieben von
> wichtigen, aber prioritaetsniedrigeren Projekten bewältigt
> wurde.
>
> Y2K, Euro und ISIN sind laengst vorbei, die aufgeschobenen
> Projekte auch mittlerweile gestemmt. Der Übergang von 2 Tier
> Mainframesystem zum 3 Tier System ist auch vielerorts über die
> Bühne.
>
> All das setzt Ressourcen frei, die nun um Auftraege buhlen und
> die Goldgraeberstimmung ist vorbei.
>
>
>>Der Trend geht inzwischen wieder zurück zum eigenen RZ.
>
>
> Nachdem man sich von allen Personalintensiven Sachen getrennt
> hat wie Drucken. Heutzutage hat jeder seinen eigenen Drucker
> auf dem Schreibtisch und mit Listen, die man am Tage n
> bestellt und am Tage n+1 auf gruen-weissem Papier bekommt kann
> man niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlocken.
>
>
>>>>Bei Projektanfragen mit Schichtbetrieb (3 -Schicht) liegt der
>>>>Stundensatz bei 50 EUR falls noch einen Menschenhändler
>>>>(Projektvermittler) dazwischen sitzt.
>>>
>>>Ein modernes RZ enthält nur noch selten Mainframes und läuft bedienerlos
>
>
> Selten muesste man erstmal definieren :) Ist es eine Anzahl,
> eine Anzahl von Unternehmen, oder eine Anzahl von Leistung,
> die ein Mainframe unterhaelt.
>
> Und was ist ein Mainframe? Eine Maschine mit OS/390 drauf? War
> mein PC mit MVS Karte dann ein Mainframe? Oder muss ein
> bestimmtes Volumen erreicht werden und es muss IBM oder Amdahl
> draufstehen? Ist ein RS6000 Cluster kein Mainframe, blos weil
> Oracle und SAP R/3 laeuft kein Mainframe, ovwohl so ein Ding
> auch eine mit 8 CPUs bestueckte IBM whatever in den Sack
> steckt?
>
>
>>Traum!
>>Mainframes = tot ( Guten Morgen ! )
>>Es gibt genug OS/390 Kisten.
>
>
> Es werden immer weniger. Das Konzept der Mainframes ist schon
> längst tot. Die alten Mainframes waren darauf ausgerichtet,
> viele Daten auf einen Huck zu vermanschen und liessen sich nur
> ungern darin stoeren. TSO, ISPF, CICS und IMS-DC waren und
> bleiben nur Krüclen, um den Rechner online faehig zu machen.
> Heutzutage gibt es viele Sacharbeiter, die mal eben das wissen
> wollen, dann dieses, dann ein Anruf usw usw. Das war nie die
> Staerke von "Mainframes". Lediglich bei Versicherungen und
> Banken werkeln diese Dinger noch, da hier ein erheblicher
> Bestandsschutz an Programmen besteht. Da müssen Wertpapiere
> von vor dem ersten Weltkrieg in Reichs- oder Goldmark noch
> heute verwaltet werden. Letzlich hatte ich ein Programm am
> Wickel, das war 1974 das letzte Mal angepackt worden :)
Ihre Meinung.
FUP
>
> Der Trend geht trotzdem weg von mainframes, es werden immer
> weniger. Und wer weiss, wie ein Mainframe innen funktioniert,
> der weiss auch warum.
>
>
>>Was hat das mit 2k-Problem zu tun?
>>Ich weiss nicht welche Projekte Sie in diesem Zeit machten, aber ich
>>hatte hier genügend Test in Banken, Versicherungen und Handel.
>
>
> Banken und Versicherungen sind ja nunmal auch *die* Verwender
> von mainframes. Wer da nicht ueber den Tellerrand schaut, wird
> ein "Sterben" der Mainframes nicht beobachten. Bei den Banken
> und Versicherungen werden die auch die naechsten Jahre nicht
> ersetzt. schliesslich wuerde das erhebliche Summen kosten um
> auf eine andere Hardwarebasis zu kommen ohne Aussicht auf
> entsprechenden Benefit.
>
> Wer aber eh schon R/2 auf einem Mainframe hatte der tut sich
> leichter damit den Mainframe wegzuschmeissen.
>
>
>>Quark ? Guten Morgen.
>
>
> Vor Satzzeichen kommt kein Leerzeichen:
> <http://www.sockenseite.de/usenet/plenken.html>
>
Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen ! FUP2
>>Die Appl. vielleicht ( bis auf einige schön versteckte Probleme ).
>>Schnittstellen, etc. musste ebenfalls getestet werden.
>>Ziemlich naive Einstellung.
>
>
> Eine Sichtweise. Es gibt viele Unternehmen, die R/3 nur
> Standardmaessig fahren, keine Modifikationen haben (bzw nur
> Exits und BADIs) und auch kaum Selbsterstelle Reports haben.
>
> Desweiteren ist das Anlegen von eigenen Tabellen noch seltener
> und wenn, wurde das Datum stringenter und vor allen Dingen
> sehr frueh bereits 8 stellig verwaltet.
>
> Noch 1996 hatte ich Kollegen, die felsenfest datum char(6)
> typisierten und nicht verstanden, das date zwar 8 stellen hat,
> aber weniger Platz braucht. Das war Hexenwerk.
>
> Von daher war Y2K bei SAP gestützen System wesentlich weniger
> stressig aus beim Rest der Welt.
>
> Es gibt übrigens eine schöne Satire, die im Jahr 8000 spielt
> und der Weltuntergang droht, weil die Deppen beim Y2K Problem
> das Jahr nicht 5 stellig gemacht haben und die Umstellung
> allre Programme 3000 Jahre braucht.
>
> Im Jahr 2038 wirds übrigens nochmals eng. Da laeuft der
> Unixdate über.
>
>
>>Ah, da sagt aber die gulp Statistik etwas anderes, es geht nicht darum
>>was Beratungsfirmen verrechnen sondern was ein Freelancer verdienen kann.
>
>
> Ich kenne nur einen Freelancer, der deutlich mehr als 150 Euro
> verdient. Und es auch wert ist.
>
> cu
> Rainer
>