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Re: FI: =?ISO-8859-1?Q?Vorg=E4nge_=28Kontenfindung=29_=3F?=

daemon@ATHENA.MIT.EDU (Bernd Reichel)
Fri Jan 28 01:40:47 2005

To: sapr3-news@mit.edu
Date: Fri, 28 Jan 2005 07:41:08 +0100
From: Bernd Reichel <reichelb@hager.de>
Message-ID: <41f9de61$0$3514$4d4eb98e@read.news.fr.uu.net>

Matthias Lambrecht schrieb:
> Hallo zusammen,
> 
> in FI gibt es ja für die verschiedensten Vorgänge, zu denen man Konten 
> hinterlegen kann.
> 
> Beispiele:
> MWS
> VST
> SKT
> A00
> 

Hallo Matthias,

im IMG, dort wo die Kontenfindung direkt eingestellt wird, ist in der Doku die wichtigsten Symbole erläutert:

hier ein Auszug (46C):

mfg

Bernd

      o   Agenturgeschäft Ertrag (AG1)
          Dieser Vorgang kann im Agenturgeschäft für Provisionserträge, wie
          z.B. für Delkredere-Provisionen, verwendet werden. Der
          Kontoschlüssel wird in den Kalkulationsschemata des Agenturgeschäfts
          zur Findung der zugehörigen Ertragskonten verwendet.

      o   Agenturgeschäft Umsatz (AG2)
          Dieser Vorgang kann im Agenturgeschäft verwendet werden, wenn im
          Customizing der Regulierungsarten Umsatzbuchungen aktiviert werden.
          Der Kontoschlüssel wird im Customizing der Fakturaart angegeben.

      o   Agenturgeschäft Aufwand (AG3)
          Dieser Vorgang kann im Agenturgeschäft für Provisionsaufwände
          verwendet werden. Der Kontoschlüssel wird in den
          Kalkulationsschemata des Agenturgeschäfts zur Findung der
          zugehörigen Aufwandskonten verwendet.

      o   Aufwand/Ertrag aus Konsignationsmaterial-Verbrauch (AKO)
          Dieser Vorgang wird in der Bestandsführung bei Entnahmen aus dem
          Konsignationsbestand oder bei Übernahmen des Konsignationsbestands
          in den eigenen Bestand verwendet, wenn das Material
          standardpreisgesteuert ist und der Konsignationspreis vom
          Standardpreis abweicht.

      o   Aufwand/Ertrag aus Umbuchung (AUM)
          Dieser Vorgang wird bei Bestandsumbuchungen (Material an Material)
          verwendet, wenn der Wert des abgebenden Materials nicht vollständig
          dem Wert des empfangenden Materials zugebucht werden kann. Dies gilt
          für Material mit Standardpreis sowie für Material mit gleitendem
          Durchschnittspreis. Bei Material mit gleitendem Durchschnittspreis
          entstehen Preisdifferenzen, wenn der Bestand negativ ist und der
          Bestandswert durch die Hinzubuchung unrealistisch wird. Der Vorgang
          AUM ist unabhängig davon, ob mit der Umbuchung ein Werkswechsel
          verbunden ist oder nicht. Der Aufwand/Ertrag wird dem empfangenden
          Material zugerechnet.

      o   Rückstellungen nachträgliche Abrechnung (BO1)
          Wenn Sie die Funktion der nachträglichen Abrechnung von Konditionen
          (z.B. Bonus) nutzen, werden bei Wareneingängen zu Bestellungen
          Rückstellungen gebildet, wenn dies für die Konditionsart vorgesehen
          ist.

      o   Erträge nachträgliche Abrechnung (BO2)
          Bei der nachträglichen Abrechnung von Konditionen in der
          Rechnungsprüfung oder Finanzbuchhaltung werden die Erträge über
          diesen Vorgang gebucht.

      o   Erträge nachträgliche Abrechnung nach Abrechnung (BO3)
          Wenn ein Wareneingang erfolgt, nachdem die Absprache abgerechnet
          wurde, können etwaige rückgestellte Erträge nicht mehr von der
          nachträglichen Abrechnung verwaltet werden. Eine Buchung auf das
          normalerweise verwendete Konto für rückgestellte Erträge sollte
          nicht mehr erfolgen. Alternativ können Sie die rückgestellten
          Erträge mit diesem Vorgang auf ein separates Konto buchen.

      o   Deltabuchung zum Bestand (BSD)
          Dieses Konto wird bebucht, wenn zu einem Kumulationslauf
          Abschlußbuchungen durchgeführt werden. Dieses Konto ist ein
          Deltakonto zum Bestandskonto, d.h. durch Hinzufügen des
          Bestandskontos wird der Bestandswert ermittelt, der durch die
          Kumulation ausgerechnet wurde. Dabei werden die verschiedenen
          Bewertungsbereiche (z.B. handelsrechtlich, steuerrechtlich), die in
          der Bilanz verwendet werden können, auseinandergesteuert.

      o   Bestandsveränderung (BSV)
          Bestandsveränderungen werden in der Bestandsführung bei
          Wareneingängen oder Nachverrechnungen zu
          Lohnbearbeitungsbestellungen gebucht.
          Wenn das hier zugeordnete Konto als Kostenart definiert ist, müssen
          Sie in der Tabelle der automatischen Kontierungszuordnung
          (Customizing des Controlling) dem Konto eine Kontierung zuordnen, um
          Wareneingänge zu Lohnbearbeitungsbestellungen buchen zu können. Im
          Standard ist zu diesem Zweck die Kostenstelle SC-1 definiert.

      o   Bestandsbuchung (BSX)
          Dieser Vorgang wird bei allen Buchungen auf Bestandskonten
          verwendet. Diese Buchungen erfolgen beispielsweise

          -   in der Bestandsführung bei Wareneingängen in den eigenen Bestand
              und bei Warenausgängen aus dem eigenen Bestand

          -   in der Rechnungsprüfung, wenn bei Rechnungseingängen
              Preisdifferenzen für Materialien mit gleitendem
              Durchschnittspreis entstehen und die Bestandsdeckung ausreicht

          -   bei der Auftragsabrechnung, wenn der Auftrag auf ein Material
              mit gleitendem Durchschnittspreis kontiert ist und die Istkosten
              bei der Abrechnung von den Istkosten beim Wareneingang abweichen

          Da dieser Vorgang abhängig von der Bewertungsklasse ist, ist es
          möglich, Materialien mit unterschiedlichen Bewertungsklassen auf
          getrennten Bestandskonten zu führen.

          @1A@Achtung
          Beachten Sie, daß

          -   ein Bestandskonto für keinen anderen Vorgang als BSX verwendet
              wird

          -   das Konto nicht manuell bebucht wird

          -   die Kontozuordnung im Produktivsystem nicht geändert wird, ohne
              sämtliche Bestände abgebucht zu haben.

          Anderenfalls würden Differenzen zwischen dem Gesamtbestandswert der
          Materialstammsätze und dem Saldo auf dem Bestandskonto entstehen.

      o   Nachbewertung sonstiger Verbräuche (COC)
          Dieser Vorgangsschlüssel ist nur für Brasilien relevant. Er wird
          benutzt, wenn ein Nachbewertungsreport für Buchungskreise in
          Brasilien eingesetzt wird.
          Der Nachbewertungsreport benutzt die vom Material Ledger/Actual
          Costing ermittelten Istpreise, um

          -   die Kosten des Umsatzes mit den Istpreisen nachzubewerten

          -   die Preisdifferenzen sonstiger Verbräuche (z.B. Verbrauch an
              Kostenstelle) auf ein Sammelkonto zu buchen.
          Für die Buchung der Preisdifferenzen wird dieser Vorgangsschlüssel
          benötigt: das hier angegebene Konto wird mit den Preisdifferenzen
          für sonstige Verbräuche bebucht.

      o   Delkredere (DEL)
          Vorgangsschlüssel für die Regulierungs/Rechnungslistenbelege im
          Einkauf. Der Kontoschlüssel wird im Kalkulationsschema der
          Regulierungsabwicklung zur Findung der zugehörigen Ertragskonten
          benötigt.

      o   Kleindifferenzen Materialwirtschaft (DIF)
          Dieser Vorgang wird in der Rechnungsprüfung verwendet, wenn Sie eine
          Toleranz für Kleindifferenzen definieren und der Saldo einer
          Rechnung die Toleranz nicht überschreitet.

      o   Einkaufskonto (EIN), Einkaufsgegenkonto (EKG), Frachteinkaufskonto
          (FRE)
          Diese Vorgänge werden nur dann verwendet, wenn die
          Einkaufskontoabwicklung im Buchungskreis aktiv ist.

          Hinweis
          Diese Funktion wurde speziell für einige Länder aufgrund besonderer
          gesetzlicher Anforderungen entwickelt (Belgien, Spanien, Portugal,
          Frankreich, Italien, Finnland).
          Bevor Sie diese Funktion verwenden, überprüfen Sie, ob Sie sie in
          Ihrem Land benötigen.

      o   Frachtverrechung (FR1), Frachtrückstellung (FR2), Zollverrechnung
          (FR3), Zollrückstellung (FR4)
          Diese Vorgänge werden für das Bebuchen von Bezugsnebenkosten bei
          Wareneingängen zu Bestellungen und bei Rechnungseingängen verwendet.
          Welcher Vorgang für welche Bezugsnebenkosten verwendet wird, hängt
          von den Konditionsarten ab, die in der Bestellung definiert sind.
          Sie können ebenfalls eigene Vorgänge für Bezugsnebenkosten in
          Konditionsarten eintragen.

      o   Fremdleistung (FRL)
          Der Vorgang wird bei Wareneingängen und Rechnungseingängen zu
          Lohnbearbeitungsbestellungen verwendet.
          Wenn das hier zugeordnete Konto als Kostenart definiert ist, müssen
          Sie in der Tabelle der automatischen Kontierungszuordnung
          (Customizing des Controlling) dem Konto eine Kontierung zuordnen, um
          Wareneingänge zu Lohnbearbeitungsbestellungen buchen zu können. Im
          Standard ist zu diesem Zweck die Kostenstelle SC-1 definiert.

      o   Fremdleistung Nebenkosten (FRN)
          Der Vorgang wird für Bezugsnebenkosten für
          Lohnbearbeitungsbestellungen verwendet.
          Wenn das hier zugeordnete Konto als Kostenart definiert ist, müssen
          Sie in der Tabelle der automatischen Kontierungszuordnung
          (Customizing des Controlling) dem Konto eine Kontierung zuordnen, um
          Wareneingänge zu Lohnbearbeitungsbestellungen buchen zu können. Im
          Standard ist zu diesem Zweck die Kostenstelle SC-1 definiert.

      o   Gegenbuchung zur Bestandsbuchung (GBB)
          Die Gegenbuchung zur Bestandsbuchung wird in der Bestandsführung
          verwendet und hängt von der Kontomodifikation ab, die der jeweiligen
          Bewegungsart zugeordnet ist. Im Standard sind folgende
          Kontomodifikationen bereits definiert:

          -   AUA:     für Auftragsabrechnung

          -   AUF:     für Wareneingänge zu Aufträgen (ohne Kontierung)
                   und bei Auftragsabrechnung, wenn AUA nicht gepflegt ist

          -   AUI:     Isttarifnachverrechnung von Kostenstelle direkt an
                   Material (mit Kontierung)

          -   BSA:     für Bestandsaufnahmen

          -   INV:     für Aufwand/Ertrag aus Inventurdifferenzen

          -   VAX:     für Warenausgänge für Kundenaufträge ohne
                   Kontierungsobjekt (das Konto ist keine Kostenart)

          -   VAY:     für Warenausgänge für Kundenaufträge mit
                   Kontierungsobjekt (das Konto ist eine Kostenart)

          -   VBO:     für Verbräuche aus dem Lieferantenbeistellbestand

          -   VBR:     für interne Warenausgänge (z.B. für Kostenstelle)

          -   VKA:     für Kundenauftragskontierung
                   (z.B. bei Einzelbestellung)

          -   VKP:     für Projektkontierung (z.B. bei Einzelbestellung)

          -   VNG:     für Verschrottung/Vernichtung

          -   VQP:     für Stichprobenentnahmen ohne Kontierung

          -   VQY:     für Stichprobenentnahmen mit Kontierung

          -   ZOB:     für Wareneingänge ohne Bestellungen (Bewegungsart 501)

          -   ZOF:     für Wareneingänge ohne Fertigungsaufträge
                   (Bwa 521 und 531)

          Sie können auch eigene Kontomodifikationen definieren. Wenn Sie
          Warenausgänge für Kostenstellen (Bewegungsart 201) und Warenausgänge
          für Aufträge (Bewegungsart 261) auf getrennten Verbrauchskonten
          buchen möchten, können Sie beispielsweise der Bewegungsart 201 die
          Kontomodifikation ZZZ und der Bewegungsart 261 die Kontomodifikation
          YYY zuordnen.

          Wenn Sie Wareneingänge ohne Bestellung (Bewegungsart 501) produktiv
          einsetzen, müssen Sie die Kontozuordnung der Kontomodifikation ZOB
          überprüfen.
          Wenn Sie zu den Wareneingängen vom Lieferanten Rechnungen erwarten,
          die nur im Rechnungswesen gebucht werden, kann beispielsweise ein
          Verrechnungskonto (ähnlich dem WE-/RE-Verrechnungskonto aber ohne
          Offene-Postenverwaltung) eingetragen werden, das beim Buchen der
          Lieferantenrechnung im Rechnungswesen ausgeglichen wird.
          Zu beachten ist, daß die Warenbewegung mit dem Bewertungspreis des
          Materials bewertet wird, wenn kein externer Betrag eingegeben wird.
          Da im Standard keine Kontierung eingegeben wird, ist das zugeordnete
          Konto nicht als Kostenart definiert. Wenn Sie eine Kostenart
          zuordnen, müssen Sie die Eingabe einer Kontierung über die
          Feldauswahl ermöglichen oder eine automatische Kontierung für die
          Kostenart pflegen.

      o   Kontierte Bestellung (KBS)
          Diesem Vorgangsschlüssel können Sie keine Konten zuordnen. Er
          bedeutet, daß die Kontierung aus der Bestellung übernommen wird, und
          dient dazu, die Buchungsschlüssel für den Wareneingang zu ermitteln.

      o   Kursdifferenzen bei offenen Posten (KDM)
          Kursdifferenzen bei offenen Posten treten dann auf, wenn eine
          Rechnung zu einer Bestellung mit einem anderen Umrechnungskurs als

          der Wareneingang gebucht wird und das Material wegen
          Standardpreissteuerung oder Bestandsunterdeckung nicht be- oder
          entlastet werden kann.

      o   Kursrundungsdifferenzen Materialwirtschaft (KDR)
          Eine Kursrundungsdifferenz kann bei einer Rechnung in Fremdwährung
          auftreten. Wenn bei der Umrechnung der Buchungszeilen in Hauswährung
          durch Runden ein Saldo entsteht, so erzeugt das System automatisch
          eine Buchungszeile für die Kursrundungsdifferenzen.

      o   Kursdifferenzen aus Vorstufen (KDV)
          Bei der mehrstufigen Periodenabrechnung im Material-Ledger wird auf
          ein Halb- oder Fertigfabrikat ein Teil der Kursdifferenzen
          umgebucht, die während der Periode bei den darin einfließenden
          Rohstoffen und Halbfabrikaten gebucht worden sind.

      o   Konsignationsverbindlichkeiten (KON)
          Konsignationsverbindlichkeiten entstehen bei Entnahmen aus dem
          Konsignationsbestand oder aus der Pipeline oder bei Übernahme des
          Konsignationsbestands in den eigenen Bestand.
          Es ist möglich, je nach Einstellung der Buchungsregeln für den
          Vorgangschlüssel KON mit oder ohne Kontomodifikation zu arbeiten.
          Wenn mit Kontomodifikation gearbeitet wird, so werden im Standard
          folgende Kontomodifikationen verwendet:

          -   keine    für Konsignationsverbindlichkeiten

          -   PIP      für Pipelineverbindlichkeiten

      o   Gegenbuchung zu Preisdifferenzen in Kostenträgerhierarchien (KTR)
          Die Gegenbuchung zur Buchung von Preisdifferenzen (Vorgang PRK)
          durch die Abrechnung via Materialkontenfindung erfolgt über den
          Vorgang KTR.

      o   Abgrenzungskonto (Material-Ledger) (LKW)
          Bei der Materialpreisermittlung im Material-Ledger (keine
          Umbewertung des Endbestandes) werden die Preisdifferenzen und
          Kursdifferenzen, die eigentlich dem Bestand zuzurechnen sind, auf
          Konten mit dem Vorgangsschlüssel LKW gegengebucht.
          Wenn bei der Preisermittlung im Material-Ledger hingegen eine
          Umbewertung des Endbestandes erfolgt, werden die Preisdifferenzen
          und Kursdifferenzen auf das Bestandskonto gebucht, also umbewertet.

      o   Preisdifferenzen (PRD)
          Preisdifferenzen entstehen für Materialien mit Standardpreis bei
          allen Bewegungen und Rechnungen, die zu einem anderen Preis als der
          Standardpreis bewertet werden. Beispiele: Wareneingänge zu
          Bestellungen, wenn der Bestellpreis vom Standardpreis abweicht;
          Warenausgänge, bei denen ein externer Betrag eingegeben wird;
          Rechnungen, wenn der Rechnungspreis vom Bestellpreis und vom
          Standardpreis abweicht.
          Preisdifferenzen können ebenfalls bei Rechnungen für Materialien mit
          gleitendem Durchschnittspreis entstehen, wenn keine Bestandsdeckung
          für die berechnete Menge besteht. Bei Warenbewegungen im negativen
          Bereich wird der gleitende Durchschnittspreis nicht verändert; statt
          dessen werden auftretende Preisabweichungen auf ein
          Preisdifferenzenkonto gebucht.
          Es ist möglich, je nach Einstellung der Buchungsregeln für den
          Vorgangschlüssel PRD mit oder ohne Kontomodifikation zu arbeiten.
          Wenn mit Kontomodifikation gearbeitet wird, so werden im Standard
          folgende Kontomodifikationen verwendet:

          -   keine    für Wareneingänge und Rechnungseingänge zu Bestellungen

          -   PRF      für Wareneingänge zu Fertigungsaufträgen und
                   Auftragsabrechnung

          -   PRA      für Warenausgänge und andere Bewegungen

          -   PRU      für Umbuchungen (Preisdifferenzen bei externen
                   Beträgen)

      o   Preisdifferenzen in Kostenträgerhierarchien (PRK)
          In Kostenträgerhierarchien entstehen Preisdifferenzen sowohl für die
          zugeordneten Materialien mit Standardpreis als auch für die Konten
          der Kostenträgerhierarchie. Bei der Abrechnung von
          Kostenträgerhierarchien nach der Abrechnung via
          Materialkontenfindung werden die Preisdifferenzen über den Vorgang
          PRK gebucht.

      o   Preisdifferenzen Produktkostensammler (PRP)
          Im Falle des bewerteten Kundenauftragsbestandes werden bei der
          Abrechnung eines Produktkostensammlers in der Serienfertigung die
          Preisdifferenzen mit dem Vorgang PRP gebucht.
          Dieser Vorgang wird zur Zeit nur in folgenden Fällen verwendet:
          - Produktionskostensammler in Release 4.0
          - Produktkostensammler im IS-Automotive Release 2.0
          (Produktkostensammler in Verbindung mit APO)

      o   Gegenbuchung Preisdifferenzen Produktkostensammler (PRQ)
          Die Gegenbuchung zur Buchung von Preisdifferenzen (Vorgang PRP) bei
          der Abrechnung eines Produktkostensammlers in der Serienfertigung im
          Falle des bewerteten Kundenauftragsbestandes erfolgt über den
          Vorgang PRQ.
          Dieser Vorgang wird zur Zeit nur in folgenden Fällen verwendet:
          - Produktionskostensammler in Release 4.0
          - Produktkostensammler im IS-Automotive Release 2.0
          (Produktkostensammler in Verbindung mit APO)

      o   Preisdifferenzen aus Vorstufen (PRV)
          Bei der mehrstufigen Periodenabrechnung im Material-Ledger wird auf
          ein Halb- oder Fertigfabrikat ein Teil der Preisdifferenzen
          umgebucht, die während der Periode bei den darin einfließenden
          Rohstoffen und Halbfabrikaten gebucht worden sind.

      o   Preisdifferenzen für Material-Ledger (PRY)
          Bei der Abrechnung im Material-Ledger werden die Preisdifferenzen
          aus dem Material-Ledger mit dem Vorgang PRY gebucht.

      o   Aufwand und Ertrag aus Neubewertung (RAP)
          Dieser Vorgangsschlüssel wird in der Rechnungsprüfung im Rahmen der
          Neubewertung abgerechneter Lieferungen und Leistungen verwendet. Die
          ermittelten Differenzbeträge werden als Aufwand oder Ertrag auf die
          Konten gebucht, die dem Vorgangsschlüssel RAP (Retroactice Pricing)
          zugeordnet sind.
          Bei der Neubewertung werden die ermittelten Beträge (oder
          Teilbeträge davon) weder auf Materialbestandskonten noch auf
          Preisdifferenzen gebucht. Die Buchung erfolgt immer in voller
          Betragshöhe auf das Konto Aufwand aus Neubewertung oder Ertrag aus
          Neubewertung. Die Gegenbuchung erfolgt auf das jeweilige
          Lieferantenkonto.

      o   Rechnungskürzungen in der Logistik-Rechnungsprüfung (RKA)
          Dieser Vorgangsschlüssel wird in der Logistik-Rechnungsprüfung zur
          Zwischenbuchung von Preisdifferenzen bei Rechnungskürzungen
          verwendet.
          Wenn eine Lieferantenrechnung gekürzt wird, werden automatisch zwei
          Buchhaltungsbelege zum Rechnungsbeleg erstellt. Mit dem ersten
          Buchhaltungsbeleg wird der in Rechnung gestellte Betrag in der
          Lieferantenzeile gebucht. Es wird eine zusätzliche Zeile als
          Rechnungskürzung auf dem Rechnungskürzungskonto erzeugt. Mit dem
          zweiten Buchhaltungsbeleg wird die Rechnungskürzung als Gutschrift
          vom Lieferanten gebucht. Die Gegenbuchung zur Lieferantenzeile ist
          das Rechnungskürzungskonto. Damit wird das Rechnungskürzungskonto
          immer innerhalb eines Vorgangs durch zwei Buchhaltungsbelege
          ausgeglichen.

      o   Bezugsnebenkosten-Rückstellung (RUE)
          Rückstellungen für Bezugsnebenkosten werden gebildet, wenn in der
          Bestellung eine Konditionsart für Rückstellungen eingegeben ist. Sie
          müssen beim Rechnungseingang manuell ausgeglichen werden.

      o   Steuern bei Umbuchung WA/WE (TXO)
          Dieser Vorgangsschlüssel ist nur für Brasilien relevant (Nota
          Fiscal).

      o   Ertrag/Aufwand aus Umbewertung (UMB)
          Dieser Vorgangschlüsssel wird sowohl in der Bestandsführung als auch
          in der Rechnungsprüfung verwendet, wenn der Standardpreis eines
          Materials geändert wurde und eine Bewegung oder eine Rechnung in die
          Vorperiode (zum früheren Preis) gebucht wird.

      o   Aufwand/Ertrag aus Umbewertung (UMD)
          Dieses Konto ist das Gegenkonto zum BSD-Konto. Entsprechend wird es
          bei den Abschlußbuchungen zum Kumulationslauf des Material-Ledger
          gebucht und muß für dieselben Bewertungsbereiche definiert werden.

      o   Ungeplante Bezugsnebenkosten (UPF)
          Ungeplante Bezugsnebenkosten sind Bezugsnebenkosten, die nicht in
          einer Bestellung vorgeplant wurden (zum Beispiel Fracht, Zoll, ...).
          In der Buchungstransaktion der Logistik-Rechnungsprüfung besteht die
          Möglichkeit, diese ungeplanten Bezugsnebenkosten nicht wie bisher
          auf alle Rechnungspositionen zu verteilen, sondern auf ein
          spezielles Konto zu buchen. Für die Buchung auf dieses Konto kann
          ein eigenes Steuerkennzeichen verwendet werden.

      o   Vorsteuer Einkauf (VST)
          Vorgangsschlüssel für die Steuerkontenfindung der nachträglichen
          Abrechnung für debitorische Abrechnungsarten. Der Vorgangsschlüssel
          wird im Abrechnungsschema der nachträglichen Abrechnung für
          Steuerkonditionen benötigt.

      o   Inflationsbuchung (WGB)
          Vorgangsschlüssel, der innerhalb der Inflationsabwicklung für den
          Periodenabschluß Inflationsbuchungen auf ein abweichendes Konto
          bucht.

      o   Warenausgang Umbewertung Inflation (WGI)
          Dieser Vorgangsschlüssel wird benutzt, wenn nach Bestimmung eines
          neuen Marktpreises innerhalb der Inflationsabwicklung bereits
          erfolgte Warenausgänge neu bewertet werden müssen.

      o   Wareneingang Umbewertung Inflation (WGR)
          Dieser Vorgang wird benutzt, wenn nach Bestimmung eines neuen
          Marktpreises innerhalb der Inflationsabwicklung bereits erfolgte
          Warenumbuchungen neu bewertet werden müssen. Für das empfangende
          Werk wird dabei der vorliegende Vorgang benutzt, während für das
          Werk des Warenausgangs der Vorgang WGI (Warenausgang Umbewertung
          Inflation) verwendet wird.

      o   WE/RE-Verrechnung (WRX)
          Buchungen auf dem WE/RE-Verrechnungskonto entstehen bei
          Wareneingängen und Rechnungseingängen zu Bestellungen. Mehr über das
          WE/RE-Verrechnungskonto erfahren Sie in der SAP-Bibliothek in der
          Dokumentation MM-Materialbewertung.
          Achtung
          Für das WE/RE-Verrechnungskonto muß das Kennzeichen Saldo nur in
          Hauswährung gesetzt sein, damit sich die offenen Posten ausgleichen
          lassen. Lesen Sie hierzu die Dokumentation zum Feld.

      o   WE/RE-Verrechnung für Material-Ledger (WRY)
          Dieser Vorgangsschlüssel wird ab Release 4.0 nicht mehr verwendet.
          Er wurde vor 4.0 bei aktivem Material-Ledger für Buchungen auf dem
          WE/RE-Verrechnungskonto benutzt. Ab Release 4.0 ist der Vorgang
          nicht mehr erforderlich, da Buchungen in parallelen Währungen auf
          dem WE/RE-Verrechnungskonto möglich sind.
          Kunden, die vor Release 4.0 den Vorgang WRY benutzt haben, müssen
          eine Umbuchung vom WRY- auf das WRX-Konto vornehmen, damit das
          WRY-Konto am Ende auf Null steht.

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