[53168] in SAPr3-news
Re: FI: =?ISO-8859-1?Q?Vorg=E4nge_=28Kontenfindung=29_=3F?=
daemon@ATHENA.MIT.EDU (Bernd Reichel)
Fri Jan 28 01:40:47 2005
To: sapr3-news@mit.edu
Date: Fri, 28 Jan 2005 07:41:08 +0100
From: Bernd Reichel <reichelb@hager.de>
Message-ID: <41f9de61$0$3514$4d4eb98e@read.news.fr.uu.net>
Matthias Lambrecht schrieb:
> Hallo zusammen,
>
> in FI gibt es ja für die verschiedensten Vorgänge, zu denen man Konten
> hinterlegen kann.
>
> Beispiele:
> MWS
> VST
> SKT
> A00
>
Hallo Matthias,
im IMG, dort wo die Kontenfindung direkt eingestellt wird, ist in der Doku die wichtigsten Symbole erläutert:
hier ein Auszug (46C):
mfg
Bernd
o Agenturgeschäft Ertrag (AG1)
Dieser Vorgang kann im Agenturgeschäft für Provisionserträge, wie
z.B. für Delkredere-Provisionen, verwendet werden. Der
Kontoschlüssel wird in den Kalkulationsschemata des Agenturgeschäfts
zur Findung der zugehörigen Ertragskonten verwendet.
o Agenturgeschäft Umsatz (AG2)
Dieser Vorgang kann im Agenturgeschäft verwendet werden, wenn im
Customizing der Regulierungsarten Umsatzbuchungen aktiviert werden.
Der Kontoschlüssel wird im Customizing der Fakturaart angegeben.
o Agenturgeschäft Aufwand (AG3)
Dieser Vorgang kann im Agenturgeschäft für Provisionsaufwände
verwendet werden. Der Kontoschlüssel wird in den
Kalkulationsschemata des Agenturgeschäfts zur Findung der
zugehörigen Aufwandskonten verwendet.
o Aufwand/Ertrag aus Konsignationsmaterial-Verbrauch (AKO)
Dieser Vorgang wird in der Bestandsführung bei Entnahmen aus dem
Konsignationsbestand oder bei Übernahmen des Konsignationsbestands
in den eigenen Bestand verwendet, wenn das Material
standardpreisgesteuert ist und der Konsignationspreis vom
Standardpreis abweicht.
o Aufwand/Ertrag aus Umbuchung (AUM)
Dieser Vorgang wird bei Bestandsumbuchungen (Material an Material)
verwendet, wenn der Wert des abgebenden Materials nicht vollständig
dem Wert des empfangenden Materials zugebucht werden kann. Dies gilt
für Material mit Standardpreis sowie für Material mit gleitendem
Durchschnittspreis. Bei Material mit gleitendem Durchschnittspreis
entstehen Preisdifferenzen, wenn der Bestand negativ ist und der
Bestandswert durch die Hinzubuchung unrealistisch wird. Der Vorgang
AUM ist unabhängig davon, ob mit der Umbuchung ein Werkswechsel
verbunden ist oder nicht. Der Aufwand/Ertrag wird dem empfangenden
Material zugerechnet.
o Rückstellungen nachträgliche Abrechnung (BO1)
Wenn Sie die Funktion der nachträglichen Abrechnung von Konditionen
(z.B. Bonus) nutzen, werden bei Wareneingängen zu Bestellungen
Rückstellungen gebildet, wenn dies für die Konditionsart vorgesehen
ist.
o Erträge nachträgliche Abrechnung (BO2)
Bei der nachträglichen Abrechnung von Konditionen in der
Rechnungsprüfung oder Finanzbuchhaltung werden die Erträge über
diesen Vorgang gebucht.
o Erträge nachträgliche Abrechnung nach Abrechnung (BO3)
Wenn ein Wareneingang erfolgt, nachdem die Absprache abgerechnet
wurde, können etwaige rückgestellte Erträge nicht mehr von der
nachträglichen Abrechnung verwaltet werden. Eine Buchung auf das
normalerweise verwendete Konto für rückgestellte Erträge sollte
nicht mehr erfolgen. Alternativ können Sie die rückgestellten
Erträge mit diesem Vorgang auf ein separates Konto buchen.
o Deltabuchung zum Bestand (BSD)
Dieses Konto wird bebucht, wenn zu einem Kumulationslauf
Abschlußbuchungen durchgeführt werden. Dieses Konto ist ein
Deltakonto zum Bestandskonto, d.h. durch Hinzufügen des
Bestandskontos wird der Bestandswert ermittelt, der durch die
Kumulation ausgerechnet wurde. Dabei werden die verschiedenen
Bewertungsbereiche (z.B. handelsrechtlich, steuerrechtlich), die in
der Bilanz verwendet werden können, auseinandergesteuert.
o Bestandsveränderung (BSV)
Bestandsveränderungen werden in der Bestandsführung bei
Wareneingängen oder Nachverrechnungen zu
Lohnbearbeitungsbestellungen gebucht.
Wenn das hier zugeordnete Konto als Kostenart definiert ist, müssen
Sie in der Tabelle der automatischen Kontierungszuordnung
(Customizing des Controlling) dem Konto eine Kontierung zuordnen, um
Wareneingänge zu Lohnbearbeitungsbestellungen buchen zu können. Im
Standard ist zu diesem Zweck die Kostenstelle SC-1 definiert.
o Bestandsbuchung (BSX)
Dieser Vorgang wird bei allen Buchungen auf Bestandskonten
verwendet. Diese Buchungen erfolgen beispielsweise
- in der Bestandsführung bei Wareneingängen in den eigenen Bestand
und bei Warenausgängen aus dem eigenen Bestand
- in der Rechnungsprüfung, wenn bei Rechnungseingängen
Preisdifferenzen für Materialien mit gleitendem
Durchschnittspreis entstehen und die Bestandsdeckung ausreicht
- bei der Auftragsabrechnung, wenn der Auftrag auf ein Material
mit gleitendem Durchschnittspreis kontiert ist und die Istkosten
bei der Abrechnung von den Istkosten beim Wareneingang abweichen
Da dieser Vorgang abhängig von der Bewertungsklasse ist, ist es
möglich, Materialien mit unterschiedlichen Bewertungsklassen auf
getrennten Bestandskonten zu führen.
@1A@Achtung
Beachten Sie, daß
- ein Bestandskonto für keinen anderen Vorgang als BSX verwendet
wird
- das Konto nicht manuell bebucht wird
- die Kontozuordnung im Produktivsystem nicht geändert wird, ohne
sämtliche Bestände abgebucht zu haben.
Anderenfalls würden Differenzen zwischen dem Gesamtbestandswert der
Materialstammsätze und dem Saldo auf dem Bestandskonto entstehen.
o Nachbewertung sonstiger Verbräuche (COC)
Dieser Vorgangsschlüssel ist nur für Brasilien relevant. Er wird
benutzt, wenn ein Nachbewertungsreport für Buchungskreise in
Brasilien eingesetzt wird.
Der Nachbewertungsreport benutzt die vom Material Ledger/Actual
Costing ermittelten Istpreise, um
- die Kosten des Umsatzes mit den Istpreisen nachzubewerten
- die Preisdifferenzen sonstiger Verbräuche (z.B. Verbrauch an
Kostenstelle) auf ein Sammelkonto zu buchen.
Für die Buchung der Preisdifferenzen wird dieser Vorgangsschlüssel
benötigt: das hier angegebene Konto wird mit den Preisdifferenzen
für sonstige Verbräuche bebucht.
o Delkredere (DEL)
Vorgangsschlüssel für die Regulierungs/Rechnungslistenbelege im
Einkauf. Der Kontoschlüssel wird im Kalkulationsschema der
Regulierungsabwicklung zur Findung der zugehörigen Ertragskonten
benötigt.
o Kleindifferenzen Materialwirtschaft (DIF)
Dieser Vorgang wird in der Rechnungsprüfung verwendet, wenn Sie eine
Toleranz für Kleindifferenzen definieren und der Saldo einer
Rechnung die Toleranz nicht überschreitet.
o Einkaufskonto (EIN), Einkaufsgegenkonto (EKG), Frachteinkaufskonto
(FRE)
Diese Vorgänge werden nur dann verwendet, wenn die
Einkaufskontoabwicklung im Buchungskreis aktiv ist.
Hinweis
Diese Funktion wurde speziell für einige Länder aufgrund besonderer
gesetzlicher Anforderungen entwickelt (Belgien, Spanien, Portugal,
Frankreich, Italien, Finnland).
Bevor Sie diese Funktion verwenden, überprüfen Sie, ob Sie sie in
Ihrem Land benötigen.
o Frachtverrechung (FR1), Frachtrückstellung (FR2), Zollverrechnung
(FR3), Zollrückstellung (FR4)
Diese Vorgänge werden für das Bebuchen von Bezugsnebenkosten bei
Wareneingängen zu Bestellungen und bei Rechnungseingängen verwendet.
Welcher Vorgang für welche Bezugsnebenkosten verwendet wird, hängt
von den Konditionsarten ab, die in der Bestellung definiert sind.
Sie können ebenfalls eigene Vorgänge für Bezugsnebenkosten in
Konditionsarten eintragen.
o Fremdleistung (FRL)
Der Vorgang wird bei Wareneingängen und Rechnungseingängen zu
Lohnbearbeitungsbestellungen verwendet.
Wenn das hier zugeordnete Konto als Kostenart definiert ist, müssen
Sie in der Tabelle der automatischen Kontierungszuordnung
(Customizing des Controlling) dem Konto eine Kontierung zuordnen, um
Wareneingänge zu Lohnbearbeitungsbestellungen buchen zu können. Im
Standard ist zu diesem Zweck die Kostenstelle SC-1 definiert.
o Fremdleistung Nebenkosten (FRN)
Der Vorgang wird für Bezugsnebenkosten für
Lohnbearbeitungsbestellungen verwendet.
Wenn das hier zugeordnete Konto als Kostenart definiert ist, müssen
Sie in der Tabelle der automatischen Kontierungszuordnung
(Customizing des Controlling) dem Konto eine Kontierung zuordnen, um
Wareneingänge zu Lohnbearbeitungsbestellungen buchen zu können. Im
Standard ist zu diesem Zweck die Kostenstelle SC-1 definiert.
o Gegenbuchung zur Bestandsbuchung (GBB)
Die Gegenbuchung zur Bestandsbuchung wird in der Bestandsführung
verwendet und hängt von der Kontomodifikation ab, die der jeweiligen
Bewegungsart zugeordnet ist. Im Standard sind folgende
Kontomodifikationen bereits definiert:
- AUA: für Auftragsabrechnung
- AUF: für Wareneingänge zu Aufträgen (ohne Kontierung)
und bei Auftragsabrechnung, wenn AUA nicht gepflegt ist
- AUI: Isttarifnachverrechnung von Kostenstelle direkt an
Material (mit Kontierung)
- BSA: für Bestandsaufnahmen
- INV: für Aufwand/Ertrag aus Inventurdifferenzen
- VAX: für Warenausgänge für Kundenaufträge ohne
Kontierungsobjekt (das Konto ist keine Kostenart)
- VAY: für Warenausgänge für Kundenaufträge mit
Kontierungsobjekt (das Konto ist eine Kostenart)
- VBO: für Verbräuche aus dem Lieferantenbeistellbestand
- VBR: für interne Warenausgänge (z.B. für Kostenstelle)
- VKA: für Kundenauftragskontierung
(z.B. bei Einzelbestellung)
- VKP: für Projektkontierung (z.B. bei Einzelbestellung)
- VNG: für Verschrottung/Vernichtung
- VQP: für Stichprobenentnahmen ohne Kontierung
- VQY: für Stichprobenentnahmen mit Kontierung
- ZOB: für Wareneingänge ohne Bestellungen (Bewegungsart 501)
- ZOF: für Wareneingänge ohne Fertigungsaufträge
(Bwa 521 und 531)
Sie können auch eigene Kontomodifikationen definieren. Wenn Sie
Warenausgänge für Kostenstellen (Bewegungsart 201) und Warenausgänge
für Aufträge (Bewegungsart 261) auf getrennten Verbrauchskonten
buchen möchten, können Sie beispielsweise der Bewegungsart 201 die
Kontomodifikation ZZZ und der Bewegungsart 261 die Kontomodifikation
YYY zuordnen.
Wenn Sie Wareneingänge ohne Bestellung (Bewegungsart 501) produktiv
einsetzen, müssen Sie die Kontozuordnung der Kontomodifikation ZOB
überprüfen.
Wenn Sie zu den Wareneingängen vom Lieferanten Rechnungen erwarten,
die nur im Rechnungswesen gebucht werden, kann beispielsweise ein
Verrechnungskonto (ähnlich dem WE-/RE-Verrechnungskonto aber ohne
Offene-Postenverwaltung) eingetragen werden, das beim Buchen der
Lieferantenrechnung im Rechnungswesen ausgeglichen wird.
Zu beachten ist, daß die Warenbewegung mit dem Bewertungspreis des
Materials bewertet wird, wenn kein externer Betrag eingegeben wird.
Da im Standard keine Kontierung eingegeben wird, ist das zugeordnete
Konto nicht als Kostenart definiert. Wenn Sie eine Kostenart
zuordnen, müssen Sie die Eingabe einer Kontierung über die
Feldauswahl ermöglichen oder eine automatische Kontierung für die
Kostenart pflegen.
o Kontierte Bestellung (KBS)
Diesem Vorgangsschlüssel können Sie keine Konten zuordnen. Er
bedeutet, daß die Kontierung aus der Bestellung übernommen wird, und
dient dazu, die Buchungsschlüssel für den Wareneingang zu ermitteln.
o Kursdifferenzen bei offenen Posten (KDM)
Kursdifferenzen bei offenen Posten treten dann auf, wenn eine
Rechnung zu einer Bestellung mit einem anderen Umrechnungskurs als
der Wareneingang gebucht wird und das Material wegen
Standardpreissteuerung oder Bestandsunterdeckung nicht be- oder
entlastet werden kann.
o Kursrundungsdifferenzen Materialwirtschaft (KDR)
Eine Kursrundungsdifferenz kann bei einer Rechnung in Fremdwährung
auftreten. Wenn bei der Umrechnung der Buchungszeilen in Hauswährung
durch Runden ein Saldo entsteht, so erzeugt das System automatisch
eine Buchungszeile für die Kursrundungsdifferenzen.
o Kursdifferenzen aus Vorstufen (KDV)
Bei der mehrstufigen Periodenabrechnung im Material-Ledger wird auf
ein Halb- oder Fertigfabrikat ein Teil der Kursdifferenzen
umgebucht, die während der Periode bei den darin einfließenden
Rohstoffen und Halbfabrikaten gebucht worden sind.
o Konsignationsverbindlichkeiten (KON)
Konsignationsverbindlichkeiten entstehen bei Entnahmen aus dem
Konsignationsbestand oder aus der Pipeline oder bei Übernahme des
Konsignationsbestands in den eigenen Bestand.
Es ist möglich, je nach Einstellung der Buchungsregeln für den
Vorgangschlüssel KON mit oder ohne Kontomodifikation zu arbeiten.
Wenn mit Kontomodifikation gearbeitet wird, so werden im Standard
folgende Kontomodifikationen verwendet:
- keine für Konsignationsverbindlichkeiten
- PIP für Pipelineverbindlichkeiten
o Gegenbuchung zu Preisdifferenzen in Kostenträgerhierarchien (KTR)
Die Gegenbuchung zur Buchung von Preisdifferenzen (Vorgang PRK)
durch die Abrechnung via Materialkontenfindung erfolgt über den
Vorgang KTR.
o Abgrenzungskonto (Material-Ledger) (LKW)
Bei der Materialpreisermittlung im Material-Ledger (keine
Umbewertung des Endbestandes) werden die Preisdifferenzen und
Kursdifferenzen, die eigentlich dem Bestand zuzurechnen sind, auf
Konten mit dem Vorgangsschlüssel LKW gegengebucht.
Wenn bei der Preisermittlung im Material-Ledger hingegen eine
Umbewertung des Endbestandes erfolgt, werden die Preisdifferenzen
und Kursdifferenzen auf das Bestandskonto gebucht, also umbewertet.
o Preisdifferenzen (PRD)
Preisdifferenzen entstehen für Materialien mit Standardpreis bei
allen Bewegungen und Rechnungen, die zu einem anderen Preis als der
Standardpreis bewertet werden. Beispiele: Wareneingänge zu
Bestellungen, wenn der Bestellpreis vom Standardpreis abweicht;
Warenausgänge, bei denen ein externer Betrag eingegeben wird;
Rechnungen, wenn der Rechnungspreis vom Bestellpreis und vom
Standardpreis abweicht.
Preisdifferenzen können ebenfalls bei Rechnungen für Materialien mit
gleitendem Durchschnittspreis entstehen, wenn keine Bestandsdeckung
für die berechnete Menge besteht. Bei Warenbewegungen im negativen
Bereich wird der gleitende Durchschnittspreis nicht verändert; statt
dessen werden auftretende Preisabweichungen auf ein
Preisdifferenzenkonto gebucht.
Es ist möglich, je nach Einstellung der Buchungsregeln für den
Vorgangschlüssel PRD mit oder ohne Kontomodifikation zu arbeiten.
Wenn mit Kontomodifikation gearbeitet wird, so werden im Standard
folgende Kontomodifikationen verwendet:
- keine für Wareneingänge und Rechnungseingänge zu Bestellungen
- PRF für Wareneingänge zu Fertigungsaufträgen und
Auftragsabrechnung
- PRA für Warenausgänge und andere Bewegungen
- PRU für Umbuchungen (Preisdifferenzen bei externen
Beträgen)
o Preisdifferenzen in Kostenträgerhierarchien (PRK)
In Kostenträgerhierarchien entstehen Preisdifferenzen sowohl für die
zugeordneten Materialien mit Standardpreis als auch für die Konten
der Kostenträgerhierarchie. Bei der Abrechnung von
Kostenträgerhierarchien nach der Abrechnung via
Materialkontenfindung werden die Preisdifferenzen über den Vorgang
PRK gebucht.
o Preisdifferenzen Produktkostensammler (PRP)
Im Falle des bewerteten Kundenauftragsbestandes werden bei der
Abrechnung eines Produktkostensammlers in der Serienfertigung die
Preisdifferenzen mit dem Vorgang PRP gebucht.
Dieser Vorgang wird zur Zeit nur in folgenden Fällen verwendet:
- Produktionskostensammler in Release 4.0
- Produktkostensammler im IS-Automotive Release 2.0
(Produktkostensammler in Verbindung mit APO)
o Gegenbuchung Preisdifferenzen Produktkostensammler (PRQ)
Die Gegenbuchung zur Buchung von Preisdifferenzen (Vorgang PRP) bei
der Abrechnung eines Produktkostensammlers in der Serienfertigung im
Falle des bewerteten Kundenauftragsbestandes erfolgt über den
Vorgang PRQ.
Dieser Vorgang wird zur Zeit nur in folgenden Fällen verwendet:
- Produktionskostensammler in Release 4.0
- Produktkostensammler im IS-Automotive Release 2.0
(Produktkostensammler in Verbindung mit APO)
o Preisdifferenzen aus Vorstufen (PRV)
Bei der mehrstufigen Periodenabrechnung im Material-Ledger wird auf
ein Halb- oder Fertigfabrikat ein Teil der Preisdifferenzen
umgebucht, die während der Periode bei den darin einfließenden
Rohstoffen und Halbfabrikaten gebucht worden sind.
o Preisdifferenzen für Material-Ledger (PRY)
Bei der Abrechnung im Material-Ledger werden die Preisdifferenzen
aus dem Material-Ledger mit dem Vorgang PRY gebucht.
o Aufwand und Ertrag aus Neubewertung (RAP)
Dieser Vorgangsschlüssel wird in der Rechnungsprüfung im Rahmen der
Neubewertung abgerechneter Lieferungen und Leistungen verwendet. Die
ermittelten Differenzbeträge werden als Aufwand oder Ertrag auf die
Konten gebucht, die dem Vorgangsschlüssel RAP (Retroactice Pricing)
zugeordnet sind.
Bei der Neubewertung werden die ermittelten Beträge (oder
Teilbeträge davon) weder auf Materialbestandskonten noch auf
Preisdifferenzen gebucht. Die Buchung erfolgt immer in voller
Betragshöhe auf das Konto Aufwand aus Neubewertung oder Ertrag aus
Neubewertung. Die Gegenbuchung erfolgt auf das jeweilige
Lieferantenkonto.
o Rechnungskürzungen in der Logistik-Rechnungsprüfung (RKA)
Dieser Vorgangsschlüssel wird in der Logistik-Rechnungsprüfung zur
Zwischenbuchung von Preisdifferenzen bei Rechnungskürzungen
verwendet.
Wenn eine Lieferantenrechnung gekürzt wird, werden automatisch zwei
Buchhaltungsbelege zum Rechnungsbeleg erstellt. Mit dem ersten
Buchhaltungsbeleg wird der in Rechnung gestellte Betrag in der
Lieferantenzeile gebucht. Es wird eine zusätzliche Zeile als
Rechnungskürzung auf dem Rechnungskürzungskonto erzeugt. Mit dem
zweiten Buchhaltungsbeleg wird die Rechnungskürzung als Gutschrift
vom Lieferanten gebucht. Die Gegenbuchung zur Lieferantenzeile ist
das Rechnungskürzungskonto. Damit wird das Rechnungskürzungskonto
immer innerhalb eines Vorgangs durch zwei Buchhaltungsbelege
ausgeglichen.
o Bezugsnebenkosten-Rückstellung (RUE)
Rückstellungen für Bezugsnebenkosten werden gebildet, wenn in der
Bestellung eine Konditionsart für Rückstellungen eingegeben ist. Sie
müssen beim Rechnungseingang manuell ausgeglichen werden.
o Steuern bei Umbuchung WA/WE (TXO)
Dieser Vorgangsschlüssel ist nur für Brasilien relevant (Nota
Fiscal).
o Ertrag/Aufwand aus Umbewertung (UMB)
Dieser Vorgangschlüsssel wird sowohl in der Bestandsführung als auch
in der Rechnungsprüfung verwendet, wenn der Standardpreis eines
Materials geändert wurde und eine Bewegung oder eine Rechnung in die
Vorperiode (zum früheren Preis) gebucht wird.
o Aufwand/Ertrag aus Umbewertung (UMD)
Dieses Konto ist das Gegenkonto zum BSD-Konto. Entsprechend wird es
bei den Abschlußbuchungen zum Kumulationslauf des Material-Ledger
gebucht und muß für dieselben Bewertungsbereiche definiert werden.
o Ungeplante Bezugsnebenkosten (UPF)
Ungeplante Bezugsnebenkosten sind Bezugsnebenkosten, die nicht in
einer Bestellung vorgeplant wurden (zum Beispiel Fracht, Zoll, ...).
In der Buchungstransaktion der Logistik-Rechnungsprüfung besteht die
Möglichkeit, diese ungeplanten Bezugsnebenkosten nicht wie bisher
auf alle Rechnungspositionen zu verteilen, sondern auf ein
spezielles Konto zu buchen. Für die Buchung auf dieses Konto kann
ein eigenes Steuerkennzeichen verwendet werden.
o Vorsteuer Einkauf (VST)
Vorgangsschlüssel für die Steuerkontenfindung der nachträglichen
Abrechnung für debitorische Abrechnungsarten. Der Vorgangsschlüssel
wird im Abrechnungsschema der nachträglichen Abrechnung für
Steuerkonditionen benötigt.
o Inflationsbuchung (WGB)
Vorgangsschlüssel, der innerhalb der Inflationsabwicklung für den
Periodenabschluß Inflationsbuchungen auf ein abweichendes Konto
bucht.
o Warenausgang Umbewertung Inflation (WGI)
Dieser Vorgangsschlüssel wird benutzt, wenn nach Bestimmung eines
neuen Marktpreises innerhalb der Inflationsabwicklung bereits
erfolgte Warenausgänge neu bewertet werden müssen.
o Wareneingang Umbewertung Inflation (WGR)
Dieser Vorgang wird benutzt, wenn nach Bestimmung eines neuen
Marktpreises innerhalb der Inflationsabwicklung bereits erfolgte
Warenumbuchungen neu bewertet werden müssen. Für das empfangende
Werk wird dabei der vorliegende Vorgang benutzt, während für das
Werk des Warenausgangs der Vorgang WGI (Warenausgang Umbewertung
Inflation) verwendet wird.
o WE/RE-Verrechnung (WRX)
Buchungen auf dem WE/RE-Verrechnungskonto entstehen bei
Wareneingängen und Rechnungseingängen zu Bestellungen. Mehr über das
WE/RE-Verrechnungskonto erfahren Sie in der SAP-Bibliothek in der
Dokumentation MM-Materialbewertung.
Achtung
Für das WE/RE-Verrechnungskonto muß das Kennzeichen Saldo nur in
Hauswährung gesetzt sein, damit sich die offenen Posten ausgleichen
lassen. Lesen Sie hierzu die Dokumentation zum Feld.
o WE/RE-Verrechnung für Material-Ledger (WRY)
Dieser Vorgangsschlüssel wird ab Release 4.0 nicht mehr verwendet.
Er wurde vor 4.0 bei aktivem Material-Ledger für Buchungen auf dem
WE/RE-Verrechnungskonto benutzt. Ab Release 4.0 ist der Vorgang
nicht mehr erforderlich, da Buchungen in parallelen Währungen auf
dem WE/RE-Verrechnungskonto möglich sind.
Kunden, die vor Release 4.0 den Vorgang WRY benutzt haben, müssen
eine Umbuchung vom WRY- auf das WRX-Konto vornehmen, damit das
WRY-Konto am Ende auf Null steht.