[52507] in SAPr3-news
Re: Berechnungsmotiv in der Ergebnisermittlung
daemon@ATHENA.MIT.EDU (Martin Voss)
Tue Nov 30 05:52:17 2004
To: sapr3-news@mit.edu
Date: Tue, 30 Nov 2004 11:50:35 +0100
From: "Martin Voss" <voss@winf.uni-passau.de>
Message-ID: <cohj9t$mtv$04$1@news.t-online.com>
"Dr. No" <sap-ng@arcor.de> schrieb im Newsbeitrag
news:952d0296.0411300053.6c23e0a1@posting.google.com...
> Hallo zusammen,
>
> hat jemand Erfahrung mit der Nutzung des sog. Berechnungsmotivs im
> Rahmen der Ergebnisermittlung für Kunden- bzw. Kundenserviceaufträge
> (CS)?
>
> Anforderung: Es werden Serviceleistungen für einen Kunden erbracht,
> die aber manchmal (oder öfter) dem Kunden nicht in Rechnung gestellt
> werden sollen (wegen Kulanz oder Garantie). Dann sollen auch die auf
> dem Serviceauftrag angefallenen Kosten bei der monatlichen
> Ergebnisermittlung nicht zu Ware in Arbeit werden, weil diese wegen
> der Nicht-Fakturierung ja nie aufgelöst werden würde. Vielmehr sollen
> die Kosten direkt nach CO-PA abgerechnet werden.
>
> Mit der "spanischen Methode" könnte man das so lösen, dass der aus
> Bedarfsklasse bzw. Serviceauftragsart übernommene Abgrenzungsschlüssel
> manuel(l) entfernt wird, so dass der Auftrag gar nicht an der
> Ergebnisermittlung teilnehmen würde.
>
> Diese Methode ist jedoch unschön, weil fehleranfällig. Daher habe ich
> zwei verschiedene Berechnungsmotive definiert, eines für Kulanz (d.h.
> keine Rechnungsstellung), ein anderes für Rechnungsstellung. Im
> Customizing der Ergebnisermittlung wollte ich dann das "Kulanzmotiv"
> einer Zeilen-ID der Kategorie "N" (bei der Ergebnsiermittlung nicht zu
> berücksichtigende Kosten) zuordnen, das "Fakturamotiv" einer (anderen)
> Zeilen-ID mit zu aktivierenden Kosten.
>
> Leider wird aber bei der Ergebnisermittlung für den Serviceauftrag das
> Berechnungsmotiv des CO-Einzelpostens verdichtet, was daran zu
> erkennen ist, dass die Ergebnisermittlung eine Warnung liefert, wenn
> beim Customizing der Zuordnung von Kostenarten zu Zeilen-IDs der sog.
> vollmaskierte Eintrag für die entsprechenden Kostenart nicht vorhanden
> ist.
>
> Hat jemand eine Idee, ob und wenn ja wie das Berechnungsmotiv bei der
> Ergebnisermittlung für meine Anforderung genutzt werden kann?
>
> Bin dankbar für jeden Hinweis.
>
> Gruß
> co-consult
Hallo,
prinzipiell bist Du auf dem richtigen Weg. Ich habe etwas ähnliches z.B. mit
dem Feld Aufteilungsmotiv bei aufwandsbezogener Fakturierung schon für die
Ergebnismermittlung realisiert.
Allerdings erfolgt die Auseinandersteuerung nicht über die OKG4 mit einer
Zeilen-ID vom Typ N, sondern vielmehr direkt in der OKG5. Dort sind 2
unterschiedliche Zeilen-IDs in Abhängigkeit vom Motiv zu hinterlegen und
zwar einmal eine aktivierungspflichtige und einmal eine nicht
aktivierungspflichtige. In der OKG4 sind dann beide Zeilen-IDs als K
fortzuschreiben (aber auf unterschiedliche Abgrenzungskostenarten vom Typ
31). Bei N hättest Du das Problem, dass diese Kosten niemals nach CO-PA
abgerechnet werden könnten, da die Ergebnisermittlung diese Werte schlicht
verschlucken würde.
Gruß,
Martin