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=?ISO-8859-1?Q?Wertefl=FCsse_bei_der_Lohnbearbeitung?=

daemon@ATHENA.MIT.EDU (Dr. No)
Tue Aug 3 02:22:31 2004

To: sapr3-news@mit.edu
Date: 2 Aug 2004 23:22:25 -0700
From: sap-ng@arcor.de (Dr. No)
Message-ID: <952d0296.0408022222.3fba7b6e@posting.google.com>

SAP führt zum Thema "Lohnbearbeitung bei bewertetem
Kundenauftragsbestand" Folgendes aus:

1) Ob die Beistellteile für die Lohnbearbeitung aus dem bewerteten
Kundenauftragsbestand oder aus dem Lohnbearbeitungsbestand kommen,
entscheidet sich über das Kennzeichen Einzel/Sammelverarbeitung im
Materialstammsatz.
2) Wenn die Beistellteile aus dem bewerteten Kundenauftragsbestand
kommen, müssen sie vorher dort hineingebucht werden (Umlagerung) (wie
bei Umlagerung in Lohnbearbeitungsbestand mit 541o) oder beschafft
werden (Fremdbeschaffung)
3) Beim Wareneingang zum lohnbearbeiteten Material wird Bestand an
Bestandsveränderungen gebucht; Buchung in Kundenauftragsbestand
4) sonstige Buchungen wie bei Lohnbearbeitung ohne
Kundenauftragsfertigung
5) Die Kundenauftragsposition wird immer erst bei der Lieferung des
Lohnbearbeitungsmaterials an den Kunden belastet. Die Belastung
erfolgt in Höhe des Standardpreises, der sich aus der
Bewertungsstrategie ergibt (in der Regel aus der
Kundenauftragskalkulation). Eine vorherige Belastung der
Kundenauftragsposition mit dem Aufwand, der bei der Entnahme der
Beistellteile entstanden ist, würde zum Doppelausweis von Kosten
führen!
6) Man kann die Kosten, die aus der Entnahme der Beistellteile
entstanden sind, als statistisches Ist ausweisen, wenn man für die
Bestandskonten (nicht die Bestandsveränderungskonten!) statistische
Kostenarten (Kostenartentyp 90) anlegt.
7) Die Materialkontenfindung verwendet für den Warenausgang von
einzelbedarfsgesteuerten Beistellteilen die Bewegungsart 543 E,
Kontomodifikationskonstante VBO.
8) Das Bestandsveränderungskonto (Verbrauchskonto), das bei dem
Warenausgang der Beistellteile angesprochen wird, muss als
Primärkostenart angelegt sein, damit es bei der Kalkulation
berücksichtigt wird. Damit im Ist die Kundenauftragsposition nicht mit
den Kosten belastet wird, muss im Customizing in der Bildsteuerung der
Bewegungsart sichergestellt werden, dass zum Kundenauftrag keine
Muss-Eingabe erforderlich ist (Ausblenden) (Tabelle T156B, zu finden
im Customizing unter "MM -> Bestandsführung -> Wareneingang ->
Bildaufbau festlegen"; 543 E eingeben; Doppelklick;
Zusatzkontierungen; dann Kundenauftrag ausblenden). Wird bei der
Warenausgangsbuchung eine kostenrechnungsrelevante Kontierung
verlangt, so kann dies über einen Dummy-Innenauftrag gelöst werden,
auf den die Kosten für das Beistellmaterial gebucht werden (OKB9).


Hierzu nun meine Fragen:

1. Welche sonstigen Buchungen wie bei Lohnbearbeitung ohne
Kundenfertigung sind gemeint (Punkr 4)?
2. Gelten die Ausführungen unter 5) bzgl. Doppelbelastung auch, wenn
die Lohnbearbeitung aus einem (der Kundenauftragsposition
zugeordneten) Fertigungsauftrag heraus angestoßen wird?
3. Wohin werden die Dienstleistungskosten des Lohnbearbeiters gebucht?
Offensichtlich in den Bestand, oder? Könnte die
Lohnbearbeitungsbestellung nicht auf den Fertigungsauftrag kontiert
werden? Wenn ja, würden dann auch die beigestellten Komponenten auf
den Fertigungsauftrag verbraucht werden?
4. Was passiert mit den Kosten für die beigestellten Komponenten auf
dem Dummy-Innenauftrag? Nichts?!

Bin mal wieder dankbar für jedweden Hinweis!!!

Gruß
UF

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