[3008] in SAPr3-news
Re: SAP Definition....?
daemon@ATHENA.MIT.EDU (Bernd Krdmer)
Wed Jun 18 02:38:02 1997
To: sapr3-news@MIT.EDU
Date: 18 Jun 97 05:50:03 GMT
From: "Bernd Krdmer" <kraemerb@swol.de>
Ralf Wenzel <R.Wenzel@ramon.westfalen.de> schrieb im Beitrag
<6Yy9jsY6axB@ramon.westfalen.de>...
> Das wundert mich. Im Prinzip hat Du doch geschrieben, da=DF Du die DV-=20
> Techniker nicht f=FCr komptent h=E4lst, eine solche Entscheidung zu tre=
ffen.=20
> Was f=FCr Kriterien solles das denn sein, zu denen dem Techniker der =20
> Zugang fehlt (einen anderen Schlu=DF l=E4=DFt Deine Behauptung ja nicht=
zu).
>=20
> Oder anders gefragt: Was hat ein Entscheider (so hast Du sie oben =20
> genannt), was ein DV-Techniker nicht hat?
a) Anwendungsfunktionalit=E4t:
unterst=FCtzt die Software die Anwendungsfunktionen die ich ben=F6tige - =
d.h.
kann ich
Unternehmensabl=E4ufe zB in der Produktionsplanung / in der Logistik mit =
der
Software=20
vern=FCnftig und m=F6glichst ohne eigene Modifikationen abbilden ?
Ab einer gewissen Unternehmensgr=F6=DFe haben die Techniker in der DV-Abt=
eilung
nicht
mehr den Einblick in die Details der Unternehmensabl=E4ufe
Das ist das wohl das Killerkriterium.
b) Konzernstrategie
Eine Konzerntochter wird kaum ein DV-System A einf=FChren wenn die
Konzernmutter das
System B benutzt - und R/3 ist vielfach bereits im Einsatz (oder R/2 - ab=
er
da liegt R/3 dann
ebenfalls nahe) Oft wird Konzernt=F6chtern diese Entscheidung auch gar n=
icht
freigestellt.
Das ist ein Vor-Kriterium ( nach dem Motto: gibt es denn was zu entscheid=
en
)
c) WAN
Plant das Unternehmen die Installation von Filialen die nicht =FCber eine
eigene DV verf=FCgen
werden - und damit eine Software erzwingen die wie R/3 =FCber WAN vern=FC=
nftig
zu betreiben
ist (DOCH! da scheitern viele dran - vor allem die Software, deren
Anwendungsfunktionalit=E4t
auf der Clientseite implementiert ist erzeugt idR zu hohe Netzlast f=FCr
vern=FCnftiges WAN)
d) Ausland
Welche Konzernt=F6chter / Schwesterfirmen etc haben ihren Firmensitz im
Ausland
und ben=F6tigen deshalb Support vor Ort (SAP sitzt auch noch in Timbuktu =
:->
)
sowie Software die die internationalen Abweichnungen korrekt abbildet
(Personalwesen=20
und Bilanzierung zB sind stark abh=E4ngig vom jeweiligen nationalen Recht=
)
e) Externe Abh=E4ngigkeiten & KnowHow-Transfer
R/3-KnowHow ist am Markt in Massen vorhanden - d.h. man ist nicht auf ein
einziges=20
Beratungsunternehmen angewiesen / von einem einzelnen SW-Haus abh=E4ngig.
Zus=E4tzlich ist die Wahrscheinlichkeit, da=DF eigene Mitarbeiter bereits=
=FCber
R/3-Wissen
verf=FCgen ungleich h=F6her als bei jeder anderen Standardsoftware (u.a.
deshalb wird ja auch
zB MS Word oft unbesehen eingesetzt)
das f=E4llt mir so auf Anhieb ein.
ciao kraemerb