[2895] in SAPr3-news
Re: SAP Definition....?
daemon@ATHENA.MIT.EDU (Roger Schwentker)
Sat May 31 22:07:18 1997
To: sapr3-news@MIT.EDU
Date: Sun, 25 May 1997 09:35:57 GMT
From: Roger Schwentker <roger@larry.westfalen.de>
Frank Gales <gales@rhrk.uni-kl.de> schrieb am Sat, 24 May 1997 17:52:09 +=
0200:
dasselbe schickte er mir =FCbrigens als mail, irgendwie
kann sich der liebe frank nicht so recht entscheiden,
auf welchen knopf er dr=FCcken soll.
> > wer's glaubt wird selig. sap r/3 ist der erfolgreiche
> > versuch, dieselbe resourcenverschwendung, die r/2 im
> > mainframebereich mit sich brachte, in den bereich der
> > unix- und nt-rechner zu portieren.
> Was sind denn schon die paar Mark an Rechner gegenueber den
> sonstigen Kosten, die der Betrieb und vor allem die Einfuehrung
> eines solchen Systems kostet. Peanuts, wie man zu sagen pflegt.
f=FCr diese behauptung warte ich seit jahren auf einen
einzigen beweis. eine sap-einf=FChrung ist langwierig=20
und durch die horde notwendiger "berater" teuer. ein
speziell auf ein unternehmen angepa=DFtes programm zu
schreiben, ist IMHO kaum weniger aufwendig als das ganze
customizing. dazu kommen die immensen hardwarekosten ...
mal vorrechnen: wir arbeiten teilweise mit selbstge-
schriebenen informix-anwendungen und einem 486/33 (64 mb)
als datenbankserver, der so ganz nebenher noch eine menge
drucker und 60 bildschirmarbeitspl=E4tze bedient. wir
haben das programm f=FCr r/drittel neu geschrieben und=20
ben=F6tigen f=FCr dieselbe performance (antworten in weniger =20
als einer sekunde) eine sun sparc 1000 mit 4 prozessoren=20
und 768 mb ram. wo ist da das verh=E4ltnis?
und was passiert, wenn es f=FCr ein unternehmen keine nischen-
l=F6sung gibt? selbst dann empfehlen "berater" sap, wahr-
scheinlich wegen der hohen provision, die sap zahlt und
weil sie dann zus=E4tzlich noch ihre programmierer besch=E4ftigen
k=F6nnen. diese liefern, da abap nicht zu einem ordentlichen=20
programmierstil zwingt, spagetti-code ab. "include" ist dein
feind.
> Es gibt eine Drei-Ebenen-Architektur mit Interaktionsfrontend,
> den sog. Applikationsservern, die u.a. Interpreter fuer
> uebersetzten ABAP-Code (CCB) zur Verfuegung stellen und dem
> Datenbanksystem. Soweit ich weiss ist es nicht notwendig
> einen Applikationsserver auf dem Rechner zu betreiben=20
> auf dem der Datenbankserver realisiert ist.
oh, mann, das ist mir aber etwas ganz neues. ich habe ja auch
noch nie ein sap-system arbeitsf=E4hig gesehen. der zus=E4tzliche
rechner kosten =FCbrigens auch noch ein paar pfennige.
> ABAP bzw. uebersetztes ABAP im Frontendrechner abzuwickeln wuerde
> die oben erwaehnte Drei-Ebenen-Architektur ueber den Haufen schmeissen.
> Kann man verlangen. Ob ein solches System allerdings leichter
> zu betreiben und zu administrieren ist wage ich zu bezweifeln.
ich nicht.
ich habe solche systeme in arbeit gesehen: ein datenbankserver,
eine menge pc mit graphischen (!, kann sap noch immer nicht) frontend,
auf denen die interpretation des codes ablief, den sie wiederum
vom datenbankserver holten. antwortzeiten unterhalb einer sekunde
auf einem 486/33 pc (50 st=FCck davon) und einem pentium/100 datenbank-
server.
> Wie gesagt, man kann auch der Ansicht sein, dass ein Betriebssystem
> ueberfluessig ist.
redest du von net-pc's ?
> Die Programme, Tabellen u. Metadaten eines R/3-Systems sind bis zu
> 200000 unterschiedliche Einheiten. Insgesamt sind es etwa 10Mio.
> lines of Code.=20
und? welches frontend nutzt wirklich jede zeile des codes? zeige mir
bitte ein einziges, das nicht in der verkaufsabteilung der firma sap
steht!
in diesem sinne
roger schwentker
roger@larry.westfalen.de
Wo bekomme ich Linux denn eigentlich her? Ich habe es mal auf
verschiedenen FTP-Servern versucht, aber dort gibt es ja nur Bauk=E4sten.
Gibt es kein komplettes Paket oder Selbstextrahierende EXE-Files?
[Mirko Preuss in de.comp.os.linux.misc]