[2097] in SAPr3-news
Re: Kleinstes R/3-System?
daemon@ATHENA.MIT.EDU (Roger Schwentker)
Thu Jan 16 00:37:42 1997
To: sapr3-news@MIT.EDU
Date: Wed, 15 Jan 1997 21:39:08 GMT
From: roger@larry.westfalen.de (Roger Schwentker)
Robert Schuhl (rschuhl@rsl000.rhein-main.de) schrieb am 14 Jan 1997 19:36=
:00 +0200:
> > sie k=F6nnen andererseits auch r/drittel mit 2000 usern erfolgLOS ein=
setzen,
> > insbesondere, wenn sie dank verteilter datenbest=E4nde mit einzelnen =
systemen
> > pro standort arbeiten und dann erfahren, warum sap-mitarbeiter selbst=
das
> > ktw als "Krankes Transport-Wesen" bezeichnen.
> Schon, aber dier Einsatz EDV / Nutzer wird hirnrissig. Und ohne =20
> Administration: Gute Nacht! Ausserdem: Wer verteilt bei SAP die =20
> Datenbest=E4nde? Es ist einfacher diese zentral zu halten, und alle Nut=
zer =20
> Zentral arbeiten zu lassen.
wir haben schon genug schwierigkeiten, 250 user mit einer ultra sparc
enterprise 3000 mit 6 prozessoren und 1,5 gb ram auskommen zu lassen.
was f=FCr einen rechner willst du denn dann f=FCr 2000 nutzer aufstellen?
selbst eine cray ymp w=FCrde daf=FCr nicht reichen.
au=DFerdem kann es ja auch durchaus gute organisatorische und gesetzliche
gr=FCnde geben, die es einer beh=F6rde gebieten, daten dezentral zu halte=
n.
IMHO sollte sich die edv nach der organisation richten und nicht um-
gekehrt, aber das sehen sap und die von dieser firma verprovisionierten
berater sowieso anders.
zum beispiel datenschutz: datenhaltende stelle ist die beh=F6rde, in der
die daten eingegeben werden. wenn jetzt ein rechner f=FCr ein dutzend=20
beh=F6rden zentral aufgestellt w=FCrde, wie soll der leiter der beh=F6rde
ruhigen gewissens f=FCr die sicherheit der daten garantieren k=F6nnen?
und wie sollen hochgradig sch=FCtzenswerte daten mit absoluter sicherheit
w=E4hrend der =FCbertragung zwischen pc und server vor unbefugtem zugriff
bewahrt werden? keine firma und auch nicht das bsi konnten da eine=20
auch nur ann=E4hernd befriedigende antwort geben.
und wer behauptet denn, da=DF es keine dezentrale administration geben k=F6=
nne?
250 nutzer an ebensovielen windoof-pc m=FCssen ohnehin vor ort betreut
werden und zusammen mit einer zentralen kopfstelle kann das ein gut
vorbereiteter systemverwalter das durchaus =FCbernehmen.
also: ich bitte um vorsicht mit solchen pauschalen aussagen. das ktw ist
eine definierte leistung des sap-systems und die mit abstand fehlerhaftes=
te.
ich habe noch keinen nicht-trivialen transport mitgemacht, der nicht irge=
ndwo
daneben gelaufen w=E4re.
in diesem sinne
roger schwentker
roger@larry.westfalen.de
Windows-Anwender sind immer wieder sehr verbluefft, wenn man ihren Rechne=
r
als instabil bezeichnet. "Wieso, ich muss doch nur neu booten, dann geht
alles wieder". Das Konzept einer Arbeitsmaschine, die sich nicht
zwischendurch immer wieder frei nimmt, ist ihnen meist vollkommen neu.
[Holger Lubitz in de.alt.folklore.computer]