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Mon Jun 15 04:58:04 2009
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Date: Mon, 15 Jun 2009 04:57:52 -0400 (EDT)
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um die Nation erwerben, und nicht etwa umgekehrt.
beseitigen, hei.t sich ein Verdienst um die Nation erwerben, und nicht etwa umgekehrt.
Nein, wenn unsoziale oder unwurdige Behandlung von Menschen zum Widerstande auffordert, dann
kann dieser Kampf, solange nicht gesetzliche, richterliche Behorden zur Beseitigung dieser Schaden
geschaffen werden, nur durch die gro.ere Macht zur Entscheidung kommen. Damit aber ist
selbstverstandlich, da. der Einzelperson und mithin konzentrierten Kraft des Unternehmers allein die
zur Einzelperson zusammengefa.te Zahl der Arbeitnehmer gegenubertreten kann, um nicht von
Anbeginn schon auf die Moglichkeit des Sieges verzichten zu mussen.
So kann die gewerkschaftliche Organisation zu einer Starkung des sozialen Gedankens in dessen
praktischer Auswirkung im taglichen Leben fuhren und damit zu einer Be-
{051 Die Politisierung der Gewerkschaften}
seitigung von Reizursachen, die immer wieder die Veranlassung zur Unzufriedenheit und zu Klagen
gehen.
Da. es nicht so ist, kommt zu einem sehr gro.en Teil auf das Schuldkonto derjenigen, die jeder
gesetzlichen Regelung sozialer Mi.stande Hindernisse in den Weg zu legen, erstanden oder sie mittels
ihres politischen Einflusses unterbanden.
In eben dem Ma.e, in dem das politische Burgertum dann die Bedeutung der gewerkschaftlichen
Organisation nicht verstand oder, besser, nicht verstehen wollte und sich zum Widerstand dagegen
stemmte, nahm sich die Sozialdemokratie der umstrittenen Bewegung an. Sie schuf damit weitschauend
eine feste Unterlage, die sich schon einigemal in kritischen Stunden als letzte Stutze bewahrte. Freilich
ging damit der innere Zweck allmahlich unter, um neuen Zielen Raum zu geben.
Die Sozialdemokratie dachte nie daran, die von ihr umfa.te Berufsbewegung der ursprunglichen
Aufgabe zu erhalten.
Nein, so meinte sie dies allerdings nicht.
In wenigen Jahrzehnten war unter ihrer kundigen Hand aus dem Hilfsmittel einer Verteidigung sozialer
Menschenrechte das Instrument zur Zertrummerung der nationalen Wirtschaft geworden. Die Interessen
der Arbeiter sollten sie dabei nicht im geringsten behindern. Denn auch politisch gestattet die
Anwendung wirtschaftlicher Druckmittel, jederzeit Erpressungen auszuuben, sowie nur die notige
Gewissenlosigkeit auf der einen und dumme Schafsgeduld auf der anderen Seite in ausreichendem Ma.e
vorhanden ist.
Etwas, das in diesem Falle beiderseits zutrifft.
Etwas, das in diesem Falle beiderseits zutrifft.
Schon um die Jahrhundertwende hatte die Gewerkschaftsbewegung langst aufgehort, ihrer fruheren
Aufgabe zu dienen. Von Jahr zu Jahr war sie mehr und mehr in den Bannkreis sozialdemokratischer
Politik geraten, um endlich nur noch als Ramme des Klassenkampfes Anwendung zu linden. Sie sollte
den ganzen, muhselig aufgebauten Wirt-
{052 Die Politisierung der Gewerkschaften}
schaftskorper durch dauernde Sto.e endlich zum Einsturz bringen, um
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en fuhren mu.te, war ja jedem Einsichtigen und nicht Boswilligen vollkommen klar.
Leider aber gab es auch Menschen, denen diese Einsicht zur richtigen Zeit zu fehlen schien, oder die,
entgegen ihrem besseren Wissen, dennoch diese Wahrheit erst abstritten und wegleugneten. Das waren
zum gro.ten Teil diejenigen, die nach der Erfullung ihres geheimen Wunsches auf einmal die spate
Einsicht in die Katastrophe, die durch sie mit angerichtet wurde, erhielten. Sie aber sind die Schuldigen
am Zusammenbruch und nicht der verlorene Krieg, wie sie plotzlich zu sagen und zu wissen belieben.
Denn der Verlust desselben war ja nur die Folge ihres Wirkens und nicht, wie sie jetzt behaupten
wollen, das Ergebnis einer "schlechten" Fuhrung. Auch der Gegner bestand nicht aus Feiglingen, auch
er wu.te zu sterben, seine Zahl war vom ersten Tage an gro.er als die des deutschen Heeres, und seiner
technischen Rustung standen die Arsenale der ganzen Welt zur Verfugung; mithin kann die Tatsache,
da. die deutschen Siege, die vier Jahre lang gegen eine ganze Welt erfochten wurden, bei allem
Heldenmut und aller "Organisation", nur der uberlegenen Fuhrung zu verdanken waren, nicht aus der
Welt geleugnet werden. Die Organisation und Leitung des deutschen Heeres waren das Gewaltigste, was
die Erde bisher je gesehen. Ihre Mangel lagen in
{250 Gehen Volker an verlorenen Kriegen zugrunde?}
der Grenze der allgemeinen menschlichen Zulanglichkeit uberhaupt.
Da. dieses Heer zusammenbrach, war nicht die Ursache unseres heutigen Unglucks, sondern nur die
Folge anderer Verbrechen, eine Folge, die allerdings selber wieder den Beginn eines weiteren und dieses
Mal sichtbaren Zusammenbruchs einleitete.
Niederbruch einer Nation und eines Staates fuhren? Seit wann ist dies das Ergebnis eines unglucklichen
Krieges? Gehen denn uberhaupt Volker an verlorenen Kriegen an und fur sich zugrunde?Die Antwort
darauf kann sehr kurz sein: Immer dann, wenn Volker in ihrer militarischen Niederlage die Quittung fur
ihre innere Faulnis, Feigheit, Charakterlosigkeit, kurz Unwurdigkeit erhalten. Ist es nicht so, dann wird
die militarische Niederlage eher zum Antrieb eines kommenden gro.eren Aufstieges als zum
Leichenstein eines Volkerdaseins.
Da. dieses Heer zusammenbrach, war nicht die Ursache unseres heutigen Unglucks, sondern nur die
Folge anderer Verbrechen, eine Folge, die allerdings selber wieder den Beginn eines weiteren und dieses
Mal sichtbaren Zusammenbruchs einleitete.
Niederbruch einer Nation und eines Staates fuhren? Seit wann ist dies das Ergebnis eines unglucklichen
Krieges? Gehen denn uberhaupt Volker an verlorenen Kriegen an und fur sich zugrunde?Die Antwort
darauf kann sehr kurz sein: Immer dann, wenn Volker in ihrer militarischen Niederlage die Quittung fur
ihre innere Faulnis, Feigheit, Charakterlosigkeit, kurz Unwurdigkeit erhalten. Ist es nicht so, dann wird
die militarische Niederlage eher zum Antrieb eines kommenden
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